Scream ist jetzt eine Franchise mit 7 Filmen — diese Reihen haben das schon lange

Scream ist jetzt eine Franchise mit 7 Filmen — diese Reihen haben das schon lange

Markus Brandstetter
Markus Brandstetter

Veröffentlicht am 13. April 2026

Aktualisiert am 06. Mai 2026

Scream 7 (2026) ist draußen. Sidney Prescott ist zurück. Und Ghostface? Nun, der mordet sich mal eben durch die siebte Runde einer Reihe, die 1996 damit begann, die Regeln des Slashergenres aufzuschreiben, und dreißig Jahre später immer noch so tut, als wüsste sie, was sie macht. 

Sieben Filme, alle narrativ miteinander verknüpft, alle mit demselben Grundproblem: Irgendwann muss man entweder aufhören oder so weitermachen, dass es nicht auffällt. Die folgende Liste zeigt Franchises, die dieses Problem auf sehr unterschiedliche Arten gelöst haben. Oder auch nicht. Ohne Extended Universes wie MCU oder DCU, ohne Reboots wie etwa James Bond und ohne Spin-offs.

Acht Filme, ein Stuntman, der nicht aufhört. Mission: Impossible begann als einigermaßen eigenständiger Agentenfilm und entwickelte sich über zwei Jahrzehnte zu einem der unwahrscheinlichsten Franchise-Triumphe Hollywoods. Was die Reihe zusammenhält, ist weniger Handlung als Haltung: Tom Cruise, der in jedem Teil physisch mehr riskiert als im vorherigen. Das ist kein narratives Konzept, das ist eine Wettstrategie. Ethan Hunt hat über acht Filme keine besonders interessante Biografie angesammelt, aber er hat aus einem Hubschrauber gekämpft, sich an eine fliegende Maschine geklammert und ist durch eine Wüste gerannt, als würde es einen achten Teil geben. Den gibt es. Es heißt The Final Reckoning … und niemand glaubt wirklich, dass es der letzte ist.
Was als relativ geerdetes Superheldenensemble begann, wurde über fast zwanzig Jahre zur kompliziertesten Zeitlinien-Konstruktion des Mainstreamkinos; und das bevor das Multiversum zum Standardrepertoire gehörte. Die X-Men-Reihe umfasst dreizehn Filme, die miteinander in Konflikt stehen, sich gegenseitig widersprechen und trotzdem so tun, als wären sie ein kohärentes Universum. Days of Future Past (2014) hat versucht, die Widersprüche retroaktiv aufzulösen, was teilweise gelungen ist und teilweise neue Widersprüche erzeugt hat. Das klingt nach einem Kritikpunkt. Es ist auch eine Leistung. Kaum eine andere Reihe hat so offen mit ihrer eigenen Inkohärenz operiert und dabei Filme produziert, die einzeln funktionieren — darunter mit Logan (2017) einen der besten Superheldenfilme überhaupt.
Acht Filme, ein Junge mit einer Narbe, eine Geschichte, die tatsächlich zu Ende erzählt wird. Was die Harry Potter-Reihe von fast allem auf dieser Liste unterscheidet: Sie war von Anfang an auf ein Ende hin konzipiert. Die Bücher existierten, die Struktur war vorgegeben, und Warner Bros. hatte den seltenen Luxus, eine Filmreihe zu produzieren, die wusste, wohin sie führt. Das Ergebnis ist das kohärenteste große Franchise-Geschichte dieser Größenordnung. Nicht weil jeder Film gleich gut ist, aber weil das Ganze tatsächlich ein Ganzes ist. Dass der siebte Band auf zwei Filme aufgeteilt wurde, hat sowohl erzählerische als auch offenkundige kommerzielle Gründe, aber beide Teile existieren aus einer Position der Stärke heraus. Das ist selten.
Neun Filme der Skywalker-Saga, verteilt über vier Jahrzehnte, zwei Verkäufe und mindestens drei grundverschiedene ästhetische Philosophien. Star Wars ist das einzige Franchise auf dieser Liste, das eine vollständige mythologische Geschichte erzählt — und dabei zweimal neu angefangen hat. Die Prequel-Trilogie (1999–2005) war polarisierend und ist es bis heute. Die Sequel-Trilogie (2015–2019) war intern zerrissen genug, dass das letzte Kapitel aktiv versuchte, das vorherige rückgängig zu machen. Und trotzdem: Neun Filme, alle miteinander verbunden, alle mit demselben Kern — eine Familie, die sich gegenseitig fast zerstört, und eine Galaxie, die dabei zusieht. Dass das funktioniert, ist keine Selbstverständlichkeit.

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Fast & Furious 7
Zehn Hauptfilme, eine Familie, und eine schrittweise Eskalation, die irgendwo zwischen Straßenrennen und nuklearer Bedrohung gelandet ist. Kein anderes Franchise auf dieser Liste hat sich so radikal selbst neu erfunden, ohne den narrativen Faden zu verlieren. Die ersten Teile sind bodenständige Actionfilme über Autodiebestahl. Ab Fast & Furious Five (2011) arbeitet dasselbe Ensemble an Staatsgefährdungsmissionen. Diesel, Rodriguez, die gesamte „Familie" — sie alle sind dabei geblieben, und das Publikum auch. Was Fast & Furious auszeichnet, ist nicht erzählerische Eleganz, sondern eine gewisse Ehrlichkeit über das eigene Produkt: Das ist Eskalation als Versprechen, und dieses Versprechen wurde konsequent eingehalten. Teil 11, Fast Forever, soll die Reihe 2028 abschließen. Wahrscheinlich.
Technisch die komplizierteste Einteilung auf dieser Liste. Als narrativ verknüpfte Reihe gelten die fünf Realfilme, die zwischen 1999 und 2023 entstanden sind. In den ersten vier spielte Gérard Depardieu als Obelix, in Asterix & Obelix: Im Reich der Mitte  (2023) übernahm Gilles Lellouche die Rolle — und Guillaume Canet führte erstmals selbst Regie und spielte gleichzeitig Asterix. Dazu kommen die klassischen Zeichentrickfilme ab 1967 sowie die neueren CGI-Produktionen. Was sie alle verbindet, ist weniger narrative Kontinuität als Figur und Ton: Zwei Gallier, ein Zaubertrank, und das Imperium, das trotzdem verliert. Das Modell hat sich als erstaunlich haltbar erwiesen — weil die Grundformel schlicht und die Figuren stark genug sind, um jede Produktionsgeneration neu zu tragen.
Sechsundzwanzig Filme, ein blinder Masseur, eine Klinge. Zatoichi ist die längste japanische Actionfilmserie der Geschichte und eine der stilprägendsten Figurenschöpfungen des Weltkinos überhaupt. Shintaro Katsu spielte den blinden Wanderer Ichi zwischen 1962 und 1989 in allen sechsundzwanzig Filmen — darunter den letzten, den er selbst schrieb und inszenierte. Das Konzept ist denkbar einfach: ein Mann zieht von Stadt zu Stadt, trifft Unrecht, reagiert darauf mit dem Schwert. Die Episoden sind weitgehend eigenständig, aber Katsu entwickelt die Figur über die Jahrzehnte mit einer Subtilität weiter, die kumulativ wirkt. Zatoichi ist kein Superheld, kein Held im klassischen Sinn — er ist eine Kraft, die auftaucht, wo sie gebraucht wird, und wieder verschwindet.
Fünfzig Filme. Fünfzig. Kein anderes narrative verknüpfte Reihe auf diesem Planeten hat so viele Einträge mit demselben Hauptdarsteller. Otoko wa Tsurai yo — zu Deutsch etwa „Es ist schwer, ein Mann zu sein" — begann 1969 als kleine Komödienreihe über Torajiro Kuruma, einen gutmütigen Wanderhändler, der bei jeder neuen Frau scheitert und immer zu seiner Familie zurückkehrt. Geplant waren fünf Teile. Dann wollte das japanische Publikum nicht aufhören. Regisseur Yoji Yamada machte weiter: zwei Filme pro Jahr, jahrzehntelang, alle nach derselben Struktur, alle mit Kiyoshi Atsumi in der Hauptrolle. Der neunundvierzigste Film wurde fertiggestellt, nachdem Atsumi 1996 unerwartet gestorben war. Zwanzig Jahre später, 2019, kam der fünfzigste — mit Archivmaterial und einem anderen Blickwinkel. Eine Reihe, die nicht aufgehört hat, weil das Publikum nicht wollte, dass sie aufhört.
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Tyler Perry schreibt, inszeniert, produziert und spielt alle Hauptrollen selbst und das über mehr als vierzehn Filme hinweg. Mabel „Madea" Simmons ist eine der unwahrscheinlichsten Figuren in der Geschichte des amerikanischen Mainstream-Kinos: eine ältere schwarze Frau, laut, direkt, gelegentlich bewaffnet, und das moralische Zentrum eines ausgedehnten Familienuniversums. Das Franchise läuft seit 2005, hat den Sprung von Lionsgate zu Netflix gemacht, und zeigt keine erkennbaren Anzeichen einer Erschöpfung … zumindest beim Publikum nicht. Was Madea von allen anderen Einträgen auf dieser Liste unterscheidet: Es gibt hier keine Studiomaschine, die Sequels erzwingt. Perry macht diese Filme, weil er es will. Das Ergebnis ist eine der eigenwilligsten und eigenständigsten Franchises, die das amerikanische Kino in den letzten zwanzig Jahren hervorgebracht hat.
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Über diese Liste

Titel

9

Gesamtkosten fürs Ansehen

10,21 €

Gesamtlaufzeit

18h 47min

Genres

Action & Abenteuer, Fantasy, Komödien

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Auf dieser Liste befinden sich 9 Titel und du kannst 2 von ihnen auf Disney Plus anschauen. 9 weitere Streamingdienste haben aktuell ebenfalls einige der Titel im Angebot.

  1. 2 Titel Disney Plus
  2. 2 Titel HBO Max
  3. 2 Titel HBO Max Amazon Channel
  4. 2 Titel Joyn
  5. 1 Titel Paramount Plus