
Das Spiel geht weiter: Alle „Jumanji”-Filme in der richtigen Reihenfolge
Ein Brettspiel, aus dem echte Nashörner durchs Haus preschen: Damit legte Jumanji (1995) den Grundstein und machte Robin Williams zum bärtigen Rückkehrer aus 26 Jahren Dschungelhaft. Zwei Jahrzehnte lag die Reihe danach brach, ehe sie ihre wichtigste Regel kurzerhand auf den Kopf stellte.
Nun fielen keine Tiere mehr in unsere Welt – stattdessen wurden vier Teenager ins Spiel gesogen und wachten in den Körpern ihrer Avatare auf, allen voran im Muskelpaket Dwayne Johnson. Ende Dezember 2026 dreht der finale Teil die Idee ein letztes Mal um: Das Spiel bricht wieder aus und bringt sein Chaos zurück in die Realität – genau wie damals im Original.
Vier Filme variieren dasselbe Grundprinzip immer wieder neu, ohne dass es seinen Reiz verliert. Wir spielen die Reihe der Reihe nach durch.
Ein zwölfjähriger Junge namens Alan Parrish verschwindet 1969 in einem geheimnisvollen Brettspiel und bleibt darin 26 Jahre lang verschollen. Erst als die Geschwister Judy (Kirsten Dunst) und Peter (Bradley Pierce) Jumanji (1995) auf einem staubigen Dachboden finden und weiterspielen, kehrt der inzwischen erwachsene Alan (Robin Williams) in die Wirklichkeit zurück.
Jeder Würfelwurf schleudert nun ein Stück Dschungel in die echte Welt, mal als Elefantenherde, mal als gnadenloser Großwildjäger Van Pelt (Jonathan Hyde), der Alan durch die halbe Kleinstadt hetzt. Regisseur Joe Johnston formt daraus ein Fantasy-Abenteuer, dessen Tricktechnik aus den Neunzigern erstaunlich gut gealtert ist.
Robin Williams verleiht dem verlorenen Alan eine Wärme und eine leise Traurigkeit, die den Film über den bloßen Effekttrubel hinausheben. Dieser Auftakt legt das Fundament für alles Weitere, denn hier bricht das Spiel noch in unsere Realität ein und nicht umgekehrt.
Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Original noch einmal ganz von vorn anzufangen, klingt zunächst nach einer zweifelhaften Idee. Jumanji: Willkommen im Dschungel (2017) umgeht diese Gefahr, indem es aus dem Brettspiel kurzerhand eine alte Videospielkonsole macht. Vier Teenager landen beim Nachsitzen vor dem Gerät und werden prompt in den Dschungel gesogen, wo sie in den Körpern erwachsener Avatare feststecken.
Der schmächtige Spencer steckt plötzlich im muskelbepackten Körper von Dr. Smolder Bravestone (Dwayne Johnson), während die selbstverliebte Bethany als rundlicher Professor Shelly Oberon (Jack Black) aufwacht. Unter der Regie von Jake Kasdan lebt der Film vor allem von der Chemie seines Ensembles, zu dem auch Kevin Hart und Karen Gillan gehören. Ganz nebenbei knüpft die Handlung an das Original an: Das alte Brettspiel taucht zu Beginn für einen Moment wieder auf.
Beim zweiten Ausflug in die Spielwelt spielt die Technik plötzlich verrückt. In Jumanji: The Next Level (2019) kehren die vier Freunde zurück, um den vermissten Spencer (Alex Wolff) herauszuholen, doch das ramponierte Spiel würfelt die Avatare wild durcheinander. Neu mit von der Partie sind Spencers Großvater Eddie (Danny DeVito) und dessen alter Weggefährte Milo (Danny Glover), deren Persönlichkeiten ausgerechnet in den Körpern von Dwayne Johnson und Kevin Hart landen.
Aus dieser Konstellation zieht der Film seinen Humor, und Johnson gibt nun einen grantelnden Senior mit brüchiger Nuschelstimme, was ausgesprochen komisch gerät. Jake Kasdan, erneut auf dem Regiestuhl, verlegt das Geschehen vom Dschungel in glühende Wüsten und schneebedeckte Berge und hält den Schauwert damit hoch. Auch Awkwafina stößt neu zur Truppe und bringt frischen Schwung in das eingespielte Gefüge.
Diesen Film kann man jetzt noch nicht sehen, der erste Trailer zeigt jedoch bereits, wie Jumanji dieses Mal die Grenzen des Spiels sprengt. Während Spencer (Alex Wolff) mit seiner Familie in einem Restaurant sitzt, kracht ein Nashorn durch die Wand. Kurz darauf tauchen Dr. Smolder Bravestone (Dwayne Johnson), Professor Shelly Oberon (Jack Black), Franklin „Mouse“ Finbar (Kevin Hart) und Ruby Roundhouse (Karen Gillan) in der realen Welt auf, allerdings als eigenständige Avatare im fehlerhaften Demo-Modus.
Spencer und seine Freunde müssen sie wieder einfangen und zurück ins Spiel bringen, bevor weitere Tiere und Gefahren entkommen. Regie führt erneut Jake Kasdan. Eine Hälfte der Würfel aus dem Originalfilm soll zudem als wiederkehrendes Easter Egg an Robin Williams erinnern. Damit schließt Jumanji: Open World (2026) die moderne Trilogie und kehrt zum Chaos des ersten Films zurück.































