
Wer spielt Negan in „The Walking Dead“? Die 10 besten Filme und Serien mit Jeffrey Dean Morgan
Jeffrey Dean Morgan und Negan sind inzwischen kaum noch voneinander zu trennen. Seit seinem ersten Auftritt in The Walking Dead (2010) im Jahr 2016 hat der Schauspieler die Figur über Jahre geprägt und schließlich auch ins Spin-off The Walking Dead: Dead City (2023) mitgenommen. Doch so sehr Morgan heute mit Negan verbunden ist: Seine Filmografie hat deutlich mehr zu bieten als Lederjacke, Lucille und schlechte Manieren. Dazu gehören nicht nur John Winchester in Supernatural (2005), Denny Duquette in Grey’s Anatomy (2005) und der Comedian in Watchmen – Die Wächter (2009). Später mischte er auch The Boys (2019) und Invincible (2021) auf. Die folgenden Filme und Serien zeigen die spannendsten Etappen seiner Karriere.
Als Negan betritt Jeffrey Dean Morgan The Walking Dead (2010) am Ende der sechsten Staffel – und verändert die Serie schlagartig. Als Anführer der Saviors herrscht er mit Einschüchterung, Gewalt und seinem mit Stacheldraht umwickelten Baseballschläger Lucille über andere Überlebende. Besonders sein erstes Aufeinandertreffen mit Rick Grimes (Andrew Lincoln) und dessen Gruppe gehört zu den berüchtigtsten Momenten der gesamten Serie. Doch Negan bleibt nicht einfach der brutale Bösewicht seiner Anfangszeit. Über mehrere Staffeln entwickelt er sich vom gefürchteten Gegenspieler zu einer deutlich ambivalenteren Figur, die zeitweise sogar an der Seite ihrer früheren Feinde kämpft.
Morgan spielte Negan von 2016 bis zum Ende von The Walking Dead im Jahr 2022. Die Rolle wurde zu seinem größten TV-Erfolg und zu der Figur, mit der er bis heute wohl am stärksten verbunden wird.
In The Walking Dead: Dead City (seit 2023) kehrt Jeffrey Dean Morgan als Negan zurück, diesmal steht seine Figur gemeinsam mit Maggie Rhee (Lauren Cohan) im Mittelpunkt. Jahre nach den Ereignissen von The Walking Dead führt die Geschichte die beiden nach Manhattan, das vom Festland abgeschnitten und von Walkern überrannt ist. Besonders brisant ist ausgerechnet diese Paarung: Negan hat Maggies Ehemann Glenn (Steven Yeun) vor ihren Augen ermordet, weshalb zwischen ihnen selbst lange nach seinem Wandel kein echtes Vertrauen möglich ist.
Die Serie nutzt diese gemeinsame Vergangenheit als zentralen Konflikt und zeigt zugleich einen Negan, der immer wieder mit dem Mann konfrontiert wird, der er früher war. Für Morgan ist das Spin-off mehr als eine bloße Fortsetzung seiner bekanntesten Rolle: Er rückt vom wichtigen Teil eines großen Ensembles endgültig zum Hauptdarsteller auf.
Als John Winchester (Jeffrey Dean Morgan) spielt Morgan in Supernatural den Vater von Sam (Jared Padalecki) und Dean Winchester (Jensen Ackles). Nach dem Tod seiner Frau Mary macht John die Jagd auf Dämonen und andere Kreaturen zu seinem Lebensinhalt und erzieht seine beiden Söhne gleich zu Jägern mit. Sein Verschwinden bildet einen der Ausgangspunkte der Serie und bringt Sam und Dean überhaupt erst wieder zusammen. Morgan ist dabei deutlich seltener zu sehen, als es die Bedeutung seiner Figur vermuten lässt.
John Winchester prägt seine Söhne und deren Verhältnis zueinander noch lange nach seinen eigentlichen Auftritten. 2019 kehrte Morgan für die 300. Episode noch einmal zurück. Die Rolle gehört bis heute zu seinen bekanntesten und war zusammen mit Grey's Anatomy entscheidend dafür, dass seine Karriere Mitte der 2000er-Jahre kräftig an Fahrt aufnahm.
In Watchmen – Die Wächter (2009) spielt Jeffrey Dean Morgan die Figur Edward Blake alias The Comedian, einen der zynischsten und gewalttätigsten „Helden“ des Films. Obwohl Blake bereits zu Beginn ermordet wird, bleibt er durch Rückblenden ständig präsent und prägt das Bild einer Welt, in der Heldentum längst jede moralische Eindeutigkeit verloren hat. Morgan spielt ihn mit einer Mischung aus Arroganz, Brutalität und schwarzem Humor, die den Comedian zugleich abstoßend und faszinierend macht. Morgan zeigt hier schon Jahre vor The Walking Dead, wie gut er Charaktere beherrscht, bei denen Anziehungskraft und Abscheu unangenehm dicht beieinanderliegen. Bis heute scheiden sich an Watchmen die Geister: Manche sehen darin zweieinhalb Stunden aufgeblasene Langeweile, andere einen der scharfsinnigsten Superheldenfilme aller Zeiten.
In der vierten Staffel von The Boys (seit 2019) landet Jeffrey Dean Morgan als Joe Kessler im nächsten kaputten Superhelden-Universum. Kessler ist ein alter Weggefährte von Billy Butcher (Karl Urban) aus CIA-Zeiten und steht Supes ähnlich freundlich gegenüber wie Butcher selbst. Welche Rolle er tatsächlich spielt, sollte man besser nicht vorwegnehmen, denn sie ist eng mit einem der wichtigsten Handlungsstränge der Staffel verbunden.
Nur so viel sei verraten: Morgan passt mit seinem schwarzen Humor, seiner Härte und dieser stets leicht bedrohlichen Ruhe nahezu perfekt in die Welt von The Boys. Mit Eric Kripke trifft Morgan außerdem auf einen alten Weggefährten: In Supernatural besetzte ihn der Showrunner als John Winchester.
Für seine Rolle als Conquest (Jeffrey Dean Morgan) in Invincible (seit 2021) muss Morgan nicht einmal vor die Kamera. Er leiht einem der gefährlichsten Viltrumiten der Serie nur seine Stimme. Conquest taucht in der dritten Staffel auf und wird zur Erde geschickt, nachdem Mark Grayson alias Invincible (Steven Yeun) die Erwartungen des Viltrum-Imperiums enttäuscht hat. Viel Diplomatie bringt er dabei nicht mit: Conquest lebt für den Kampf und genießt es geradezu, endlich auf Gegner zu treffen, die nicht sofort unter seinen Schlägen zusammenbrechen. Morgan gibt ihm eine beinahe charmante Überheblichkeit.
Conquest muss niemandem erklären, wie gefährlich er ist, weil er selbst daran keine Sekunde zweifelt. Eine nette Verbindung zu Negan gibt es obendrein: Sowohl Invincible als auch The Walking Dead gehen auf Robert Kirkman zurück. Morgan darf damit gleich zwei besonders unangenehme Figuren aus seiner Comic-Feder verkörpern.
Bevor Jeffrey Dean Morgan als Negan zur Abrissbirne von The Walking Dead wurde, spielte er in der letzten Staffel von Good Wife (2009) den Privatdetektiv Jason Crouse. Alicia Florrick (Julianna Margulies) engagiert ihn für ihre Kanzlei, doch bald wird die Beziehung persönlicher. Morgan spielt Jason angenehm zurückgenommen und verleiht ihm mit trockenem Humor, Gelassenheit und einer gewissen Undurchsichtigkeit genug Eigenleben, um nicht bloß als neues Love-Interest zu funktionieren.
Besonders gut trägt dabei die Chemie mit Margulies, weil beide Figuren vieles eher andeuten als aussprechen. Dass Jason erst in der letzten Staffel eingeführt wird und trotzdem nicht wie ein nachträglicher Fremdkörper wirkt, ist vielleicht das größte Kompliment für Morgans Schauspiel.



























































