„House of the Dragon“, Folge 5 und das brutale Ende erklärt: Die Goldröcke im Visier

„House of the Dragon“, Folge 5 und das brutale Ende erklärt: Die Goldröcke im Visier

Veröffentlicht am 20. Juli 2026

Aktualisiert am 20. Juli 2026

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Ob das Regieren für Rhaenyra (Emma D’Arcy) wohl noch leichter wird? In Königsmund spitzt sich die Lage im Laufe der fünften Episode der dritten Staffel von House of the Dragon (seit 2022) erst einmal noch weiter zu und nimmt immer bedrohlichere Züge an. Dabei wird erstmals deutlich, wie sehr Ormund Hohenturm (James Norton) von Stolperstadt (im Original: „Tumbleton“) aus die Intrigen in der Hauptstadt steuert. Und natürlich gibt es auch in dieser Folge wichtige Truppenbewegungen, die für den weiteren Verlauf des „Tanz der Drachen“ von Bedeutung sind. Ein Überblick über die wichtigsten Ereignisse.

Die Flusslande: Das Himmelfahrtskommando von Kriston Kraut

Gleich die erste Szene zeigt das Lager der Flussmänner, die unter der Führung von Lord Oskar Tully (Archie Barnes) für die schwarze Fraktion kämpfen und sich auf den Weg nach Stolperstadt befinden, um dort den von Ormund Hohenturm geführten Truppen der grünen Fraktion gegenüberzutreten. Auf ihrem Weg werden sie allerdings von Kriston Kraut (Fabien Frankel) und Gawan Hohenturm (Freddie Fox) ausgebremst.

House of The Dragon S3 E5

Gemeinsam mit ihren Männern überfallen sie nachts nicht nur das Lager der Flussmänner, sondern haben es sich außerdem zum Ziel gemacht, sämtliche Brücken auf deren Weg niederzubrennen. Dabei sieht sich die ohnehin schon stark dezimierte Truppe um Kriston Kraut und Gawan Hohenturm aber im Laufe der Folge großen Herausforderungen gegenüber. Nicht nur werden sie ihrerseits durch „Krähenfüße“ verlangsamt, denen all ihre verbliebenen Pferde zum Opfer fallen. Zudem sinkt die Moral stetig. 

Viele bezweifeln die Sinnhaftigkeit des Vorhabens, auch Gawan selbst, der ohnehin lieber direkt zur Armee in Stolperstadt aufgeschlossen hätte. Später, als sich herausstellt, dass die Flussmänner sie ohnehin bereits eingeholt zu haben scheinen, stellt er Kriston schließlich zur Rede.

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In einem langen Monolog führt er schließlich aus, was sich bereits in der vorangegangenen Folge andeutete: Kriston Kraut ist des Dienens müde, sieht selbst keinen wahren Zweck mehr in seinem Dasein und hat erkannt, dass er lediglich ein nützlicher Spielball der Hochgeborenen ist. Sein Ziel war es also tatsächlich, die zahlenmäßig deutlich unterlegenen Männer an seiner und Gawans Seite in eine Konfrontation mit den Flussmännern zu führen, und dabei einen –  seiner Meinung nach – heldenhaften Tod zu sterben. Später mehr dazu, was diese Entwicklung für den Krieg bedeutet.

Harrenhal: Aemond träumt, Alys vertreibt indes Kopfgeldjäger 

In Harrenhal indes durchlebt nun Aemond (Ewan Mitchell) etwas, das den Erfahrungen ähnelt, die einige Zeit zuvor sein Onkel Daemon (Matt Smith) dort machte: Er hat seltsame Träume, die ihn mit Dingen in seiner Vergangenheit – vor allem aber: seinem eigenen Gewissen – konfrontieren. So berichtet er Alys Strom (Gayle Rankin) etwa von einer Vision, in der sein Bruder Aegon (Tom Glynn-Carney) mit brennendem Gesicht zu sehen war – und der ihn, Aemond, mit in die Dunkelheit gerissen hat.

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Alys Strom hat währenddessen alle Hände voll damit zu tun, unter falschem Vorwand die vielen Kopfgeldjäger abzuweisen, die sich nach und nach auf der verwunschenen Burg einfinden, um Aemond ausfindig zu machen. Augenscheinlich hat Rhaenyra eine hohe Belohnung dafür – Harrenhal selbst – ausgeschrieben. 

Neue Intrigen in Königsmund: Rhaenyras „Lose-lose“-Situation

In der Hauptstadt wiederum muss die Regentin einsehen, dass nahezu jede Entscheidung harsche Konsequenzen zur Folge hat. Die besagte Belohnung verärgert sogleich Lady Serena Frey (Sarah Woodward) – Harrenhal war nämlich bereits ihrem Haus versprochen worden. Rhaenyras mittlerweile toter Sohn, Prinz Jacaerys (Harry Collett), suchte Serena Frey und ihren Gatten während der zweiten Staffel an den Zwillingen auf und versprach ihnen die Burg im Gegenzug dafür, dass sie eine Allianz mit der schwarzen Fraktion eingehen.

Für den Moment kann Rhaenyra die durchaus mächtige Serena Frey besänftigen, indem sie sie in ihren Rat aufnimmt – dennoch setzt sich damit eine gefährliche Tendenz fort: Rhaenyra verspielt die Gunst wichtiger Verbündeter, macht sich teils sogar Feinde. Sehr subtil deutet die fünfte Folge außerdem an, dass der Unterstützerkreis der Königin bei traditionsbewussten Adelshäusern noch auf Ablehnung stoßen könnte. Bei Lady Freys erster Ratssitzung erklärt ihr Lord Torrhen Manderly (Dan Folger) die Anwesenden, wobei unter anderem die Worte „Bastard“ und „Hure“ fallen – womit Addam aus Hull (Clinton Liberty) und Mysaria (Sonoya Mizuno) gemeint sind.

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Der Rat selbst sieht sich mit einem neuen Dilemma konfrontiert: Die Mitglieder beraten darüber, dass Wendisch (im Original: „Wendish Town“) und damit eine Kleinstadt in den Flusslanden brennt. Vhagar, Aemonds im Augenblick herrenloser Drache, ist wohl dafür verantwortlich. Baela Targaryen (Bethany Antonia), Daemons älteste Tochter, erklärt sich bereit dazu, in die Region aufzubrechen und herauszufinden, was Ormund Hohenturm vorhat. Allerdings scheint Rhaenyra ihr seit der Schlacht in der Gurgel zu misstrauen – schließlich war Baela an Jaces Seite, als dieser dort zu Tode kam.

Auch Daemon merkt an, dass er selbst gerne aufbrechen und zu den Flussmännern zurückkehren würde – der Armee, die er zuvor gemeinsam mit Lord Oskar Tully anführte. Das allerdings sei derzeit kaum möglich, da die Goldröcke aufgrund des ausbleibenden Soldes unruhig werden und von ihrem einstigen Anführer in Schach gehalten werden müssen. 

Zudem befindet sich die einfache Bevölkerung der Stadt in Aufruhr, nachdem die Stadtwache mit drakonischer Härte gegen Einwohner vorging, die sie für die Schmierereien verantwortlich machte, die Rhaenyra als „Queen of Bastards“ bezeichneten. 

Anschläge auf die Goldröcke – und Ormunds Beteiligung daran

Von den Entwicklungen rund um die Stadtwache geht in dieser Folge ohnehin die wohl größte Gefahr für Rhaenyra aus. Zwar gelingt es Daemon tatsächlich, die Männer der Stadtwache mit einer von allerlei Pathos durchzogenen Rede und dem Versprechen künftigen Reichtums zu besänftigen. Doch es finden immer mehr Anschläge auf die Goldröcke statt. Nachdem Daemon an der Seite von Ser Luthor Largent (Tom Cullen) selbst in einer Gasse die ausgeweideten Leichen zweier Soldaten entdeckt, foltert er einen Mann, der unter Verdacht steht, sich an den Schmierereien in Königsmund beteiligt zu haben.

Durch ihn erfährt er, dass Ormund Hohenturm mit der Sache in Verbindung steht: Der Verdächtigte kann zwar keine Mittelsmänner benennen, trägt aber eine Goldmünze im Schuh, die das Antlitz von Daeron Targaryen (Benjamin Evan Ainsworth) zeigt – des jüngsten Sohnes von Alicent (Olivia Cooke), der als Ordmunds Mündel in Altsass aufgewachsen ist, und den er als neuen König installieren möchte.

Das bedeutet, dass Ormund nicht nur bestens über die Vorgänge in Königsmund informiert ist – sondern außerdem den Plan verfolgt, die Bevölkerung gegen Rhaenyra aufzubringen. Wie gut ihm das gelingt, zeigt die letzte Szene der Folge. Als Daemon in die Gemächer der Stadtwache geht, stößt er auf einen grausamen Anblick: Rund ein Dutzend toter Goldröcke wurden um einen Tisch drapiert, die Leichen erneut brutal verstümmelt. An der Wand hinter ihnen ist „A Feast for Traitors“ (auf Deutsch: „Ein Festmahl für Verräter“) zu lesen – was als klare Anspielung auf die Rolle der Stadtwache bei der Einnahme von Königsmund zu verstehen ist. 

Während des Tumults: Alicents und Helaenas Fluchtversuch

Alicent wiederum versucht, die unübersichtliche Lage für sich und ihre Tochter zu nutzen. Zuvor hat sich Helaena (Phia Shaban) geweigert, den von Großmaester Orwyl (Kurt Egyiawan) gelieferten „Mondtee“ zu trinken, der in der Welt von Westeros für Abtreibungen genutzt wird. Nicht zuletzt, da Alicent ihre Tochter vor den Folgen der Schwangerschaft bewahren möchte, plant sie die Flucht. Schließlich wäre ein männliches Kind ein weiterer Anwärter auf den Thron und würde von der schwarzen Fraktion in Obhut genommen, wenn nicht gar getötet.

Als sich Alicent und Helaena als Dienstmägde verkleidet aus dem Roten Bergfried stehlen wollen, werden sie allerdings von Mysaria aufgehalten. Es ist bereits die zweite Konfrontation mit Rhaenyras „Meisterin der Flüsterer“ in dieser Folge, die schließlich auch davon erfahren hatte, dass Großmaester Orwyl sich in den Gemächern von Alicent und Helaena befand. Allerdings gelingt es Alicent erneut, Mysaria davon abzuhalten, ihre Erkenntnisse an Rhaenyra zu verraten: Dieses Mal mit dem Hinweis, dass sie einen Gefallen bei den Hohenturms guthabe, sollte es einmal nötig sein. Geschickt verweist sie dabei auf Daemon, der Mysaria skeptisch gegenübersteht und den Rhaenyra wohl stets ihrer „Meisterin der Flüsterer“ vorziehen würde, sollte ihr Mann sie eines Tages vor die Entscheidung stellen. 

Bei diesem Fluchtversuch bleibt es allerdings nicht. Wenig später entdeckt Helaena eine Geheimtür in ihren Gemächern. Alicent und ihre Tochter gehen hindurch, müssen aber bald feststellen, dass der Ausgang am anderen Ende des Tunnels zugemauert ist. Zurück können sie allerdings nicht – die Geheimtür ist verschlossen, weshalb sie vorerst in den Mauern des Roten Bergfrieds gefangen sind.

Der andere König: Neue Hoffnung für Aegon II.

Deutlich gefährlicher als ein noch nicht einmal geborener Thronanwärter ist für Rhaenyra weiterhin der Mann, den sie eigentlich schon für tot erklärt hat: Aegon (Tom Glynn-Carney) befindet sich weiter zusammen mit Larys Kraft (Matthew Needham) in den Ruinen von Krähenruh. 

Ihre Lage scheint ohne finanzielle Mittel und kampfbereite Männer an ihrer Seite aussichtslos – bis sie unverhofft auf einen alten Bekannten stoßen: Lord Tyland Lannister (Jefferson Hall), von dem eigentlich anzunehmen war, dass er in der Schlacht in der Gurgel ums Leben gekommen ist, befindet sich unter den Menschen, die sich in der Burgruine herumtreiben. 

Das freilich eröffnet Aegon neue Perspektiven: Das Haus Lannister ist nicht nur überaus reich, sondern steht außerdem an der Seite der grünen Fraktion. Allerdings entbrennt sogleich ein Streit zwischen Lord Tyland Lannister und Larys Kraft. Während Letzterer mit Aegon ins sichere, weil weit entfernte Braavos segeln möchte, besteht Tyland Lannister darauf, mit „seinem“ König nach Lennishort aufzubrechen, einem Hafen unweit von Casterlystein, dem Hauptsitz seines Hauses. 

Eine Entscheidung können sie vorerst nicht fällen: Der selbst ernannte „Lord“ der Burgruine schleicht sich während des Streits an Aegon heran und überreicht ihm eine Krone – offensichtlich weiß er um seine wahre Identität, weshalb Aegon ihn umgehend tötet. Die Szene endet an dieser Stelle.

Das Ende erklärt: Was bedeuten die Entwicklungen für den Tanz der Drachen?

Die fünfte Folge macht vor allem eines deutlich: Ormund Hohenturm ist offenbar ein noch gefährlicherer Gegenspieler, als bislang ohnehin anzunehmen war. Er bereitet sich nicht nur auf die bevorstehende Schlacht bei Stolperstadt vor, sondern nimmt aus der Ferne ganz gezielt Einfluss auf die Ereignisse in Königsmund. Die Anschläge auf die Goldröcke und die Stimmungsmache gegen Rhaenyra scheinen Teil einer größeren Strategie zu sein, mit der er die Hauptstadt von innen heraus destabilisieren und den Weg für Daeron als neuen Machthaber ebnen will.

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Weniger entscheidend dürfte dagegen das Schicksal der von Kriston Kraut und Gawan Hohenturm angeführten Truppe sein. Die kleine, ohnehin bereits stark dezimierte Armee dürfte den weiteren Kriegsverlauf kaum noch maßgeblich beeinflussen. In diesem Krieg zeigte sich bereits, dass nicht einzelne Heere, sondern mehr noch die Drachen über Sieg oder Niederlage entscheiden werden.

Noch bedeutender aber ist die Stimmung in den Sieben Königslanden selbst – und in diesem Kontext entwickeln sich die Dinge für Rhaenyra immer mehr zum Schlechten. Mit nahezu jeder Entscheidung verliert sie weitere Verbündete, während gleichzeitig die Unzufriedenheit in der Bevölkerung wächst. Sollte Rhaenyra weiterhin sowohl den Rückhalt des Adels, ihrer engsten Unterstützer als auch den des Volkes verlieren, wäre das womöglich die folgenschwerste Entwicklung dieser Episode – noch vor allen Truppenbewegungen auf den Schlachtfeldern.

Die Targaryen-Dynastie befindet sich auf dem absoluten Höhepunkt ihrer Macht, mit mehr als 15 Drachen unter ihrem Joch. Die meisten Reiche stürzen von solchen Höhen ab. Im Fall der Targaryens beginnt ihr langsamer Niedergang, als König Viserys mit einer jahrhundertealten Tradition bricht und seine Tochter Rhaenyra zur Erbin des Eisernen Throns ernennt. Doch als Viserys später einen Sohn zeugt, ist der Hof schockiert, als Rhaenyra ihren Status als seine Erbin behält, und die Saat der Spaltung geht im ganzen Reich auf.

Über diese Liste

Titel

1

Gesamtkosten fürs Ansehen

5,98 €

Gesamtlaufzeit

27h 18min

Genres

Action & Abenteuer, Drama, Fantasy

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