
„House of the Dragon“, Staffel 3: Das Ende der 1. Folge und die „Schlacht in der Gurgel“ erklärt
Schon der Auftakt unterstreicht, dass der Krieg um den Eisernen Thron nun endgültig in die heiße Phase eingetreten ist: Die dritte Staffel von House of the Dragon (seit 2022) beginnt mit einem folgenreichen Gefecht, nachdem die vorangegangene Season ohne ein großes Finale zu Ende gegangen war. Doch auch das zeigt die „Schlacht in der Gurgel“ sehr deutlich: dass es in der Fehde innerhalb des Hauses Targaryen keine echten Gewinner gibt.
Im Seegefecht sehen sich Corlys Velaryon (Steve Toussaint) und seine Flotte, angeführt von seinem unehelichen Sohn Alyn von Hull (Abubakar Salim), den Schiffen der Triarchie gegenüber, die sich mit den „Grünen“ verbündet hat. Zumindest gibt deren Anführerin Sharako Lohar (Abigail Thorn) dies vor, als sie mit Tyland Lannister (Jefferson Hall) und seinen Soldaten in den Kampf zieht. Schnell aber stellt sich heraus, dass sie es vor allem auf einen persönlichen Rachefeldzug gegen „die Seeschlange“, wie Corlys Velaryon auch genannt wird, abgesehen hat – und Hochfluth, den stolzen Sitz seines Hauses, zerstören möchte.

Da die neuen Drachenreiter der „Schwarzen“ in den Flusslanden noch vergeblich auf die Ankunft von Vhagar warten und Rhaenyra (Emma D’Arcy) nicht eingreifen kann, weil ihr ältester Sohn Jacaerys (Harry Collett) seine Mutter – zu ihrem eigenen Schutz, wie er betont – in ihren Gemächern festhalten lässt, endet die Schlacht letztlich für beide Kriegsparteien mit herben Verlusten.
Rückblick: Das Ende der 2. Staffel von „House of the Dragon“ und wie es zur Schlacht in der Gurgel kam
Um die genauen Zusammenhänge zu verstehen, hilft es, sich einige der wichtigsten Ereignisse aus der vorangegangenen Staffel noch einmal zu vergegenwärtigen: Alicent (Olivia Cooke) versprach zuvor ihrer Kindheitsfreundin Rhaenyra, ihr Zugang zu Königsmund zu gewähren, um weiteres Blutvergießen zu verhindern. Dabei nahm sie in Kauf, dass dies auch den Tod ihres Sohnes, Aegon II (Tom Glynn-Carney), der aktuell den Thron für sich beansprucht, bedeuten würde.

Die beiden einigten sich auf einen Pakt, und Rhaenyra versprach, dass sie neben Alicent auch ihre Tochter Helaena (Phia Saban) sowie ihre Enkelin Jaehaera verschonen würde. Zwischenzeitlich ist Aegon allerdings an der Seite von Larys Kraft (Matthew Needham) aus Königsmund geflohen – während sein verfeindeter Bruder Aemond (Ewan Mitchell) sich darauf vorbereitet, in den Flusslanden gegen Daemon (Matt Smith) anzutreten.
Ebenfalls wichtig für den Auftakt der neuen Staffel: Daemons Tochter Rhaena versucht wiederum, einen wilden Drachen – Schafsdieb – für sich zu beanspruchen.
Wie verläuft die Schlacht in der Gurgel, und wie endet die erste Folge der dritten Staffel von „House of the Dragon“?
Als die Nachricht einer heraufziehenden Schlacht in der Gurgel auf Drachenstein eintrifft, will Rhaenyra eigentlich selbst auf ihrem Drachen losziehen. Nachdem ihr Sohn Jacaerys, auch „Jace“ genannt, die Königinnenwache dazu angewiesen hat, sie in ihren Gemächern einzusperren, fliegt er auf seinem Drachen Vermax gemeinsam mit seiner Stiefschwester und Verlobten Baela Targaryen (Bethany Antonia) und ihrem Drachen Mondtänzerin selbst in die Schlacht.

Dort befiehlt der Schiffsbesatzung der Triarchie die „Skorpione“ – große Speerschleudern, die sich als wirksame Waffe zur Abwehr von Drachen erwiesen haben – in Stellung zu bringen. Tatsächlich wird Vermax sehr früh von einem solchen Bolzen getroffen, an dem zudem ein schwerer Anker befestigt ist, der das Tier gefährlich nah gen Wasser zieht. Baela, beziehungsweise Mondtänzerin, gelingt es allerdings, das Seil zu durchtrennen und Vermax sowie seinen Reiter Jace zu retten.
Mit der Oberhand der Triarchie ist es allerdings nicht allzu weit her: Corlys ahnt, dass Sharako Lohar es vor allem auf Rache gegen ihn abgesehen hat, und steuert sein Schiff daher weg von der eigentlichen Schlacht, durch die Trittsteine – eine besonders gefährliche Meerenge. Der Plan geht (einigermaßen) auf: Zwar schafft es Sharako Lohar, ihr eigenes Schiff durch die gefährliche Passage zu steuern, Teile ihrer Flotte aber sinken bei dem waghalsigen Manöver. Und: Ihre Mannschaft wirft nicht nur die in schwere Rüstung gekleideten Lannister-Soldaten von Bord, um an Gewicht einzusparen, sondern auch Tyland Lannister selbst.

Zum wohl folgenreichsten Ereignis der Schlacht kommt es allerdings, als Rhaena mit ihrem neuen Drachen nach Drachenstein zurückkehrt und aus der Ferne die tobende Schlacht in der Gurgel erblickt. Sie eilt zur Hilfe, doch Schafsdieb gehorcht ihren Befehlen nicht und setzt wahllos Schiffe beider Kriegsparteien in Brand. Baela und Jace wollen sich daraufhin dem ihnen noch nicht bekannten Drachen nähern, wobei Vermax erneut zu nah an die kämpfenden Schiffe gerät und von einem weiteren Bolzen getroffen wird, der ihn nun tödlich an der Brust verletzt.
Jace kann sich zwar unter Wasser noch aus dem Sattel lösen, wird aber – zurück an der Oberfläche – von mehreren Pfeilen getroffen und stirbt.
Ausblick: Was bedeutet der Tod am Ende der ersten Folge für den weiteren Verlauf von „House of the Dragon“?
Da Jace als ältester Sohn Rhaenyras Erbe ist, ändert sich zunächst die (hypothetische) Thronfolge. Nun ist der etwa siebenjährige Joffrey der nächste Anwärter. Für Rhaenyra ist es nach Lucerys allerdings bereits der zweite Sohn, den sie im Zuge dieses Krieges verliert – ein Verlust, der sich höchstwahrscheinlich auch auf ihr weiteres Handeln auswirken wird.
Doch auch der Ungehorsam von Jace, der dieser Tragödie vorausging, dürfte Konsequenzen nach sich ziehen. Schließlich hat sich auch Baela gegen den Willen der Königin gewandt, ebenso Ser Lorent, der Anführer ihrer Leibwache.
Mit Blick auf den „Tanz der Drachen“ wirkt sich der Verlust von Vermax, sowie wichtiger Schiffe der Velaryon-Flotte und des Sitzes Hochfluth aber wohl besonders negativ auf die Stellung der „Schwarzen“ aus.



























