Wie „Carrie“ das Ende von „Freitag der 13.“ veränderte

Wie „Carrie“ das Ende von „Freitag der 13.“ veränderte

Veröffentlicht am01. Oktober 2026

Aktualisiert am01. Oktober 2026

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Jason Voorhees sollte am Ende von Freitag der 13. (1980) eigentlich gar nicht auftauchen. Drehbuchautor Victor Miller hatte für Alice Hardy, gespielt von Adrienne King, einen friedlichen Abschluss vorgesehen: Nach den Morden im Ferienlager treibt sie in einem Kanu auf dem Crystal Lake. Es wird hell, die Polizei trifft ein. Die Gefahr ist vorbei. Für die Kinofassung genügte das den Filmemachern nicht. Sie ergänzten einen Schockmoment, der Jason seinen ersten großen Auftritt verschaffte. Das Vorbild dafür lieferte Brian De Palma vier Jahre zuvor.

„Carrie“ zeigte, wie trügerisch ein ruhiges Ende sein kann

In Carrie – Des Satans jüngste Tochter (1976) besucht Sue Snell, gespielt von Amy Irving, den Ort, an dem Carrie White gestorben ist. Sie möchte Blumen niederlegen. Plötzlich greift eine blutige Hand aus dem Boden nach ihr. Sue schreckt auf: Der Besuch war ein Albtraum. Maskenbildner Tom Savini nannte den Grund später selbst: „Der einzige Grund für den Cliffhanger am Ende war, dass ich kurz zuvor Carrie gesehen hatte. Wir dachten, wir brauchen so einen Stuhlaufspringer, und ich sagte: ,Lasst uns Jason holen.‘“ Für Freitag der 13. schwebte ihm ein vergleichbarer Schluss vor. Pamela Voorhees, gespielt von Betsy Palmer, war tot, Alice hatte überlebt. Gerade weil die Geschichte damit abgeschlossen schien, bot sich die Gelegenheit für einen letzten Überraschungsangriff.

Carrie

Was Savini vorschwebte, nennt man im Englischen einen „chair jumper“: einen Moment, der die Zuschauer:innen aus den Sitzen fahren lässt. Dafür wollte er Jason aus dem See auftauchen lassen, jenen Jungen, dessen Ertrinken seine Mutter zu den Morden getrieben hatte. In der fertigen Szene bricht Jason neben dem Kanu aus dem Wasser hervor und reißt Alice in die Tiefe. Anschließend erwacht sie im Krankenhaus. Von einem Jungen im See will dort niemand etwas wissen. Wie bei Carrie nimmt der Film den Angriff damit zunächst als Traum zurück, lässt aber einen Zweifel stehen.

Cunningham wollte von der Idee zunächst nichts wissen

Wem der Einfall tatsächlich zuzuschreiben ist, bleibt umstritten. Savinis Schilderung gehört zu den bekanntesten Versionen der Entstehungsgeschichte. Regisseur Sean S. Cunningham soll den Vorschlag anfangs für eine furchtbare Idee gehalten haben. Auch bei der Besetzung gab es einen Umweg: Zunächst sollte Cunninghams eigener Sohn Jason spielen, doch dessen Mutter widersprach. Schließlich übernahm Ari Lehman die Rolle des Jungen.

Für Miller war Jason ursprünglich vor allem der Auslöser für Pamela Voorhees’ Rache gewesen. Der nachträglich ergänzte Auftritt gab der Figur eine Präsenz, an die spätere Filme anknüpfen konnten. Aus dem toten Kind im Hintergrund der Geschichte wurde die zentrale Gestalt der Reihe.

Der Erfolg machte Jason zum Hauptdarsteller

Bei Produktionskosten von deutlich weniger als einer Million Dollar spielte Freitag der 13. weltweit fast 60 Millionen Dollar ein. Bereits 1981 folgte der zweite Teil. Nun übernahm Jason selbst das Töten, zunächst mit einem Sack über dem Kopf. Die später berühmte Maske trug er damals noch nicht. Miller schrieb an keiner der Fortsetzungen mit. Weil er die ursprünglichen Figuren geschaffen hatte, blieb sein Name dennoch in den Credits der Reihe erhalten. Am 31. August 2026 starb der Drehbuchautor im Alter von 86 Jahren in Alameda.

Jason Vorhees

Auch außerhalb der Serie setzte sich das Prinzip des vermeintlich sicheren Endes durch. Der Gegner scheint besiegt, die Spannung lässt nach – dann folgt ein letzter Angriff. Wes Craven griff das Mittel in Nightmare – Mörderische Träume (1984) auf und machte es in Scream – Schrei! (1996) selbst zum Gegenstand der Handlung.

Ein Film voller Einflüsse hinterließ eigene Spuren

Dabei war Freitag der 13. seinerseits als schnelle Antwort auf den Erfolg von Halloween – Die Nacht des Grauens (1978) entstanden. Auch seine Macher brachten Erfahrungen aus anderen Horrorproduktionen mit: Cunningham hatte mit Craven an Das letzte Haus links (1972) gearbeitet. Savini kam nach seiner Arbeit an George A. Romeros Zombie (1978) zum Projekt.

Der entscheidende Zusatz kam jedoch von Carrie: die Idee, das Publikum erst dann noch einmal zu erschrecken, wenn es sich bereits in Sicherheit glaubt. Bei De Palma beendete dieser Moment einen Film. Bei Freitag der 13. lieferte er zugleich einen Ansatz für die Fortsetzungen.

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Freitag der 13.
Freitag der 13.

Freitag der 13.

1980

Nachdem in den 1950er Jahren im Ferienlager Camp Crystal Lake ein grausamer Doppelmord geschah, wurde die Anlage geschlossen. Zwanzig Jahre später möchte Steve Christy das Camp wieder in Betrieb nehmen. Deswegen hat er entgegen der Warnungen der Einheimischen eine Gruppe von Jugendlichen über die Sommersaison eingeladen, das Ferienlager zusammen mit ihm herzurichten. Tatsächlich trügt die malerische Idylle am See: Die junge Annie macht bereits vor ihrer Ankunft Bekanntschaft mit einem unbekannten Mörder. Und auch auf die anderen Teens hat es der Killer abgesehen. Alice Hardy, ihrem Freund Bill, Brenda, Marcie und Jack Burrell steht eine Nacht des Schreckens bevor.
Die junge Carrie ist vom Leben stark gebeutelt: die Mutter ist eine religiöse Fanatikerin und in der Schule gilt das schüchterne Mädchen bei allen nur als Freak. Als während der Dusche nach dem Sportunterricht zum ersten Mal – relativ spät für ihr Alter – ihre Periode einsetzt und sie durch Unwissenheit in Panik gerät, spielen ihr die Klassenkameradinnen einen bösen Streich, für den sie hart bestraft werden. Dabei machen sich bei Carrie erstmals telekinetische Kräfte bemerkbar. Als der Schulball naht, planen die Mitschüler einen weiteren grausamen Streich aus Rache, doch sie ahnen nicht, welches Inferno sie damit entfachen werden…
Praktisch über Nacht hält der blanke Horror Einzug in das Leben der jungen Nancy Thompson. Eines Nachts wird der hübsche Vorstadt-Teenager von einem erschreckend realen Alptraum heimgesucht: Ein narbengesichtiger Fremder mit Rasiermessern statt Fingern jagt sie durch den Heizungskeller, um sie zu massakrieren. Schreiend und schweißgebadet wacht Nancy auf und muss feststellen, dass ihr Nachthemd zerschlitzt ist! Ihre Eltern zeigen wenig Verständnis für die Schlafparanoia der Heranwachsenden, doch...

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Scream - Schrei!
Scream - Schrei!

Scream - Schrei!

1996

Ein Killer geht um in einer kleinen amerikanischen Provinzgemeinde. Die Schülerin Casey, die einfach nur daheim vor dem Fernseher sitzt, wird sein erstes Opfer. Ihre Eltern finden sie aufgehängt im Garten, massakriert von einem Unbekannten. Die unheimliche Anschlagsserie setzt sich fort. Die junge Sidney, die auf dieselbe Schule wie Casey geht, wird ebenfalls bedroht. Aber kann das eine 17-jährige Amerikanerin davon abhalten, sich nachts in einer einsamen Villa mit Klassenkameraden bei Bier und Popcorn Horrorvideos reinzuziehen?
1963, Halloween-Nacht im Kaff Haddonfield: Die Teenagerin Judith Myers wird in ihrem Elternhaus von ihrem sechsjährigen Bruder brutal erstochen - Michael Myers hat das erste Mal zugeschlagen! Der Junge kommt daraufhin in das Smith’s Grove Warren County Sanatorium in die Obhut von Psychiater Sam Loomis. Schon bald ist dieser davon überzeugt, dass sich in der Gestalt des Kindes das absolut Böse verbirgt. 15 Jahre danach, am Vorabend von Halloween, gelingt Michael die Flucht aus der Heilanstalt. Der maskierte Killer macht sich auf den Weg nach Haddonfield, wo sich arglose Teenager wie Laurie Strode auf ein bisschen Horrorspaß freuen...
Die gerade 17-jährige Mari und ihre Freundin sind auf dem Weg zu einem Rockkonzert. In der Stadt werden sie jedoch von ein paar sadistischen Ausbrechern gekidnappt, misshandelt und brutal ermordet. Während ihrer Flucht übernachten die Killer, ohne es zu wissen, bei den Eltern von Mari. Diese finden aber rasch heraus, wer sich in ihrem Haus befindet, und der Vater schwört blutige Rache.

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Zombie
Zombie

Zombie

1978

Es herrschen Panik und Chaos auf der Welt. Der nationale Notstand wird ausgerufen. Aus unbekannten Gründen verwandeln sich die Körper kürzlich Verstorbener in fleischhungrige Untote. Auf den Straßen wandeln die Zombies umher. Vier Menschen können sich mit einem Hubschrauber aus Fängen des Grauens retten. Sie verstecken sich in einem gigantischen Shopping-Center und verschanzen sich dort. Anfangs scheint dies ein sicherer Ort zu sein, doch schon bald müssen sie feststellen, dass die lebenden Toten viel gefährlicher sein können, als zuerst angenommen. Gemeinsam beginnen sie einen Kampf gegen die Zombie-Übermacht und müssen sich bald noch brutaleren Gegnern stellen. George A. Romeo setzte mit „Zombies: Dawn of the Dead“ seinen Kultklassiker „Night of the Living Dead“ fort und schuf gleichzeitig einen neuen Meilenstein des Horrorkinos.

Über diese Liste

Titel

7

Gesamtkosten fürs Ansehen

25,44 €

Gesamtlaufzeit

11h 34min

Genres

Horror, Mystery & Thriller, Krimi

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