„Spider-Man: Beyond the Spider-Verse“: Diese 10 Filme und Serien solltest du vorher sehen

„Spider-Man: Beyond the Spider-Verse“: Diese 10 Filme und Serien solltest du vorher sehen

Veröffentlicht am19. September 2026

Aktualisiert am19. September 2026

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Wenn Miles Morales wieder durch die Dimensionen stürzt, dürfte es kaum genügen, nur den vorherigen Film im Gedächtnis zu haben. Spider-Man: Beyond the Spider-Verse (2027) beendet eine Trilogie, die nicht bloß Superheldengeschichten erzählt, sondern das westliche Animationskino sichtbar verändert hat. Seit dem ersten Abenteuer mit Miles trauen sich große Studios wieder häufiger, glatte Computeroptik gegen Comiclinien, gemalte Flächen, wechselnde Bildraten und absichtlich unperfekte Oberflächen einzutauschen. Dieser Wandel begann allerdings schon früher und lässt sich inzwischen weit über Sony hinaus verfolgen. Die folgenden zehn Filme und Serien zeigen deshalb nicht nur, was man vor dem Finale inhaltlich kennen sollte. Sie machen auch verständlich, woher dessen visuelle Ideen kommen, wer daran mitgearbeitet hat und warum eine ganze Animationsgeneration heute deutlich mutiger aussieht.

Schon eine Maschine, die Essen vom Himmel regnen lässt, verrät erstaunlich viel darüber, wohin sich Animationskino später bewegen würde. In Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen (2009) bringt der junge Erfinder Flint Lockwood seine Heimatstadt mit einer genialen und natürlich völlig außer Kontrolle geratenen Idee ins Chaos. Phil Lord und Christopher Miller inszenierten die Komödie mit einem Tempo, das Pointen beinahe übereinanderstapelt, während Justin K. Thompson als Production Designer die visuelle Welt mitprägte. Jahre später sollte Thompson erst Spider-Man: Across the Spider-Verse und anschließend dessen Fortsetzung mitinszenieren. Besonders spannend wirkt rückblickend, wie wenig sich Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen für natürliche Bewegungen oder zurückhaltende Mimik interessiert. Körper dehnen sich, Perspektiven kippen und jede Einstellung darf einen eigenen Witz erzählen. Damit liegt hier bereits viel von jener kreativen Unruhe, die später das Spider-Verse prägen sollte.

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The Lego Movie
The Lego Movie

The Lego Movie

2014

Plastiksteine bewegen sich eigentlich nicht, trotzdem fühlt sich hier fast jede Bewegung überraschend handgemacht an. The LEGO Movie (2014) schickt den völlig durchschnittlichen Bauarbeiter Emmet in ein Abenteuer, bei dem er plötzlich als vermeintlicher Retter einer ganzen Welt herhalten muss. Lord und Miller nutzen Computeranimation dabei nicht, um LEGO möglichst realistisch wirken zu lassen, sondern um den Eindruck eines riesigen Stop-Motion-Sets zu erzeugen. Kleine Ruckler, sichtbare Bauteile und unmögliche Umbauten gehören zur Erzählung statt bloß zur Dekoration. Gleichzeitig bombardiert der Film sein Publikum mit visuellen Nebenwitzen, ohne dabei Emmets Suche nach einem eigenen Platz aus den Augen zu verlieren. Wer verstehen möchte, warum später im Spider-Verse unterschiedliche Stile und technische Regeln selbst Teil der Handlung werden konnten, findet hier einen wichtigen Zwischenschritt.
Dann öffnet sich ein Comicbuch und weigert sich für knapp zwei Stunden, wieder wie ein gewöhnlicher Animationsfilm auszusehen. Spider-Man: A New Universe (2018) erzählt, wie der Teenager Miles Morales nach einem Spinnenbiss plötzlich Kräfte entwickelt und feststellen muss, dass er keineswegs der einzige Spider-Man ist. Bob Persichetti gehörte zum Regieteam, Phil Lord schrieb am Drehbuch und Justin K. Thompson verantwortete das Production Design. Gemeinsam mit vielen weiteren Künstlerinnen und Künstlern verband das Team Computergrafik mit Rasterpunkten, Zeichnungen, gedruckten Comicstrukturen und bewusst unterschiedlich flüssigen Bewegungen. Der Effekt war weit mehr als hübsche Oberfläche, denn Miles wirkt anfangs tatsächlich weniger sicher animiert und wächst sichtbar in seine neue Rolle hinein. Vor dem Finale ist dieser Film deshalb Pflicht, weil hier sowohl Miles' Geschichte als auch die gestalterische Grammatik der Trilogie beginnt.
Wer bei einer Netflix-Anthologie nicht sofort an Spider-Man denkt, sollte besonders die Episode „The Witness“ ansehen. Love, Death & Robots (2019) versammelt voneinander unabhängige animierte Kurzgeschichten, die stilistisch und erzählerisch völlig unterschiedliche Wege einschlagen. Für diese Liste ist Alberto Mielgo entscheidend: Noch bevor die erste Spider-Verse-Reise fertiggestellt wurde, entwickelte er einen frühen Animationstest, mit dem Comic und Kino stärker miteinander verschmelzen sollten. In „The Witness“ lässt er später eine Frau durch eine grelle Großstadt fliehen, nachdem sie einen Mord beobachtet hat und plötzlich selbst verfolgt wird. Kräftige Farben, harte Perspektiven und eine Oberfläche zwischen Zeichnung und Computergrafik erzeugen einen fast fiebrigen Sog. Die Episode erzählt zwar keine Vorgeschichte zu Miles Morales, zeigt aber besonders deutlich, welche Experimente rund um die Entstehung des Spider-Verse möglich geworden waren.

Eine Familienreise zum College endet mit einer Roboterapokalypse, und selbst Familienfotos, Kritzeleien und Internet-Memes mischen sich irgendwann in das Bild ein. Die Mitchells gegen die Maschinen (2021) begleitet Katie Mitchell, die sich von ihrem technikskeptischen Vater Rick zunehmend unverstanden fühlt und während ihres gemeinsamen Roadtrips die Menschheit retten muss. Produziert wurde der Film von Phil Lord und Christopher Miller, während Regisseur Mike Rianda und Co-Regisseur Jeff Rowe die visuelle Freiheit des Spider-Verse in eine ganz andere Richtung treiben. Statt Comicdruck bestimmt Katies Blick auf die Welt das Design, weshalb Herzen, Notizen und kleine Zeichnungen direkt über der Computergrafik auftauchen. Das macht den Film gleichzeitig persönlicher und wilder. Für die Vorbereitung auf Beyond the Spider-Verse lohnt er sich vor allem als Beweis, dass Technik dann am stärksten wirkt, wenn sie etwas über einen Menschen erzählt.

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Die Gangster Gang
Ein Wolf im Maßanzug möchte plötzlich beweisen, dass in einem notorischen Verbrecher vielleicht doch ein guter Kerl steckt. In Die Gangster Gang (2022) werden Mr. Wolf und seine berüchtigte Crew nach einem missglückten Coup zu einem öffentlichen Besserungsprogramm verdonnert, wobei niemand so genau weiß, wer hier eigentlich wen täuscht. Regisseur Pierre Perifel verabschiedet sich bewusst von der lange dominierenden Hochglanzoptik amerikanischer Computeranimation. Dünne Linien, vereinfachte Flächen und überzeichnete Bewegungen geben dem Film stattdessen etwas Illustratives, das eher nach einem bewegten Bilderbuch als nach digitalem Plastik aussieht. Perifel hat selbst beschrieben, wie der Erfolg von Spider-Verse Studios den Mut für solche Entscheidungen gab. Gerade deshalb gehört Die Gangster Gang hierher: Der Film zeigt, wie schnell aus Sonys Experiment eine Erlaubnis für andere Studios wurde, ihre eigenen Regeln zu brechen.
Neun Leben klingen komfortabel, bis acht davon bereits aufgebraucht sind und plötzlich ein unheimlicher Wolf vor der Tür steht. Der gestiefelte Kater: Der letzte Wunsch (2022) beginnt als rasante Märchenkomödie und entwickelt sich überraschend zu einer Geschichte über Angst, Endlichkeit und die Frage, ob ein einziges Leben vielleicht reichen kann. Regisseur Joel Crawford lässt die Welt bewusst gemalt wirken, während Actionszenen ihre Bildrate verändern und Bewegungen stärker an Zeichentrick erinnern als an klassische DreamWorks-Computeranimation. Der Einfluss von Spider-Verse ist dabei sichtbar, ohne dass der Film dessen Comicoptik einfach kopiert. Eine zusätzliche Verbindung liefert Bob Persichetti, der zunächst als Regisseur des Projekts vorgesehen war. Das Ergebnis zeigt besonders schön, was die neue Animationsfreiheit leisten kann: Die Technik macht den Kater nicht nur schneller und spektakulärer, sondern seine Angst plötzlich auch spürbar.
Miles Morales braucht diesmal keine Einführung mehr, denn sein zweites Abenteuer wirft ihn sofort in ein viel größeres Netz aus Welten, Regeln und konkurrierenden Vorstellungen davon, was ein Spider-Man sein darf. Spider-Man: Across the Spider-Verse (2023) lässt Miles und Gwen Stacy wieder aufeinandertreffen, bevor die Spider Society um Miguel O’Hara den Konflikt um bestimmte Ereignisse zuspitzt, die sich im Leben der Spider-Helden angeblich wiederholen müssen. Joaquim Dos Santos, Kemp Powers und Justin K. Thompson führen Regie, während Lord, Miller und David Callaham das Drehbuch verantworten. Visuell bekommt beinahe jede Dimension eine eigene Sprache, vom Aquarellcharakter von Gwens Welt bis zur wilden Collage von Mumbattan. Entscheidend ist jedoch das Ende: Miles landet im falschen Universum, während seine Freunde versuchen, ihn zu finden. Beyond the Spider-Verse setzt diese Geschichte fort, weshalb man ohne diesen Film den gesamten Ausgangspunkt des Finales verpassen würde.
Wie sähe New York aus, wenn vier Teenager es nicht sauber zeichnen, sondern während des Unterrichts in ihre Hefte kritzeln würden? Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayhem (2023) macht aus dieser Idee eine komplette Ästhetik und schickt Leonardo, Raphael, Donatello und Michelangelo erstmals als wirklich unbeholfene Jugendliche auf die Suche nach Anerkennung. Regisseur Jeff Rowe hatte zuvor an Die Mitchells gegen die Maschinen gearbeitet und überträgt dessen Lust am Unperfekten auf eine deutlich schmutzigere Welt. Linien zittern, Proportionen wirken absichtlich schief und Oberflächen erinnern an Wachsmalstifte oder Kugelschreiber. Trotzdem verliert sich der Film nicht im Design, weil die Turtles gerade durch diese Unsicherheit glaubwürdig jung wirken. Als Spider-Verse-Nachfahre ist Mutant Mayhem deshalb besonders interessant: Er übernimmt nicht den Look, sondern die Idee, dass ein Animationsfilm seine eigene Handschrift erfinden darf.

10

KPop Demon Hunters
Auf der Bühne glänzen Popstars, hinter den Kulissen werden Dämonen gejagt, und beides soll aussehen, als gehöre es selbstverständlich in denselben Film. KPop Demon Hunters (2025) folgt Rumi, Mira und Zoey, die als erfolgreiche Girlgroup Huntrix auftreten und gleichzeitig die Menschen vor übernatürlichen Bedrohungen schützen. Sony Pictures Animation und Sony Pictures Imageworks greifen dafür auf Erfahrungen zurück, die sich über mehrere ihrer stilisierten Produktionen angesammelt haben, ohne einfach einen weiteren Spider-Verse-Look zu bauen. Stattdessen bestimmen K-Pop-Ästhetik, Anime-Einflüsse, Musikvideoenergie und stark grafische Action das Bild. Gerade als jüngster Titel dieser Auswahl zeigt der Film, wie weit sich die Idee einer stilabhängigen Erzählweise inzwischen entwickelt hat. Vor Beyond the Spider-Verse ist das spannend, weil hier dasselbe Studio beweist, dass technische Innovation keine wiedererkennbare Schablone sein muss, sondern immer wieder neu erfunden werden kann.

Über diese Liste

Titel

10

Gesamtkosten fürs Ansehen

18,95 €

Gesamtlaufzeit

25h 40min

Genres

Animation, Action & Abenteuer, Kinder & Familie

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Auf dieser Liste befinden sich 10 Titel und du kannst 3 von ihnen auf Netflix anschauen. 9 weitere Streamingdienste haben aktuell ebenfalls einige der Titel im Angebot.

  1. 3 TitelNetflix
  2. 3 TitelNetflix Standard with Ads
  3. 2 TitelSony Pictures Core Amazon Channel
  4. 2 TitelDisney Plus
  5. 1 TitelWOW