Nach „Monster“: 6 Filme und Serien über reale weibliche Killer

Nach „Monster“: 6 Filme und Serien über reale weibliche Killer

Veröffentlicht am28. September 2026

Aktualisiert am28. September 2026

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Mit Monster: Die Geschichte von Lizzie Borden (2026) stellt Ryan Murphys und Ian Brennans True-Crime-Anthologie erstmals eine Frau ins Zentrum. Lizzie Borden (Ella Beatty) wurde 1893 vom Mord an ihrem Vater und ihrer Stiefmutter freigesprochen, in der Serie gibt es an ihrer Schuld dagegen keinen Zweifel. Gleichzeitig schlägt die Staffel einen Bogen zu Elisabeth Báthory (Vicky Krieps), der seit Jahrhunderten zahlreiche Morde zugeschrieben werden, und Aileen Wuornos (Sarah Paulson), die 1992 wegen sechs Morden zum Tode verurteilt wurde. Damit führt Monster von einem bis heute ungeklärten Doppelmord über eine von Legenden überlagerte historische Figur bis zu einer zweifelsfrei überführten Serienmörderin. Aileen Wuornos ist allerdings längst nicht die einzige reale Täterin, deren Geschichte verfilmt wurde. Auch Rose West, Juana Barraza, Dorothea Puente und Myra Hindley stehen im Mittelpunkt bemerkenswerter Filme und Serien.

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Monster
Monster

Monster

2003

Monster (2003) bleibt die bekannteste dramatische Annäherung an Aileen Wuornos (Charlize Theron). Regisseurin Patty Jenkins erzählt nicht einfach eine Mordserie nach, sondern konzentriert sich auf Wuornos’ Leben am gesellschaftlichen Rand, ihre Beziehung zu Selby Wall (Christina Ricci) und den Weg von der ersten, im Film als Notwehr inszenierten Tötung zu weiteren Morden. Wuornos gestand sieben Tötungen, wurde wegen sechs Morden verurteilt und 2002 hingerichtet. Theron gewann für ihre Darstellung den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Ihre Leistung trägt einen Film, der Wuornos’ Verbrechen nicht isoliert betrachtet, sondern auch die Gewalt, Armut und Ausgrenzung zeigt, die ihr Leben geprägt haben, ohne diese Umstände zur Entschuldigung für ihre Taten zu machen. Wer nach Sarah Paulsons Auftritt als Aileen Wuornos in Monster: Die Geschichte von Lizzie Borden mehr über die Serienmörderin erfahren möchte, findet hier eine deutlich ausführlichere Auseinandersetzung mit ihrem Leben und ihren Taten. Die Dokumentation Aileen: Queen of the Serial Killers (2025) nähert sich demselben Fall anschließend mit Archivmaterial und Interviews mit Wuornos selbst.
Aileen: Queen of the Serial Killers (2025) erzählt denselben Fall wie Monster, nähert sich Aileen Wuornos aber ausschließlich über dokumentarisches Material. Emily Turners Werk arbeitet mit Archivaufnahmen, Interviews aus dem Todestrakt und Aussagen von Menschen, die Wuornos persönlich kannten. Besonders aufschlussreich sind Aileens eigene Äußerungen, weil sie ihre Version der Ereignisse im Laufe der Jahre mehrfach veränderte und sich dadurch kein bequemes, widerspruchsfreies Bild ergibt. Gerade nach Monster lohnt sich die Dokumentation deshalb als Gegenstück: Statt Wuornos’ Leben in eine dramatische Erzählung zu formen, legt Turner unterschiedliche Aussagen, Erinnerungen und Aufnahmen nebeneinander. Dadurch rückt weniger die längst bekannte Chronologie der Mordserie als die Person hinter dem medialen Bild von Aileen Wuornos in den Vordergrund.

Die Dame der Stille: Die Mataviejitas-Morde (2023) erzählt von Juana Barraza, die in Mexiko-Stadt gezielt ältere Frauen aufsuchte, ihr Vertrauen gewann und sie in ihren eigenen Wohnungen tötete. 2008 wurde die ehemalige Wrestlerin wegen 16 Morden und zwölf Raubdelikten zu 759 Jahren Haft verurteilt. María José Cuevas konzentriert sich jedoch nicht allein auf Barraza, sondern ebenso auf eine Polizei, die lange nach einem Mann suchte und damit an der tatsächlichen Täterin vorbeiermittelte. Gerade das hebt die Dokumentation von Monster und Aileen: Queen of the Serial Killers ab, die stärker um Aileen Wuornos selbst kreisen. Wer True Crime besonders dann interessant findet, wenn neben der Täterin auch die Fehler der Ermittler eine Rolle spielen, bekommt hier einen der stärksten Fälle der Liste.

Wie in Fred und Rose West: Eine britische Horror-Story (2025) wird auch hier ein vermeintlich geschütztes Zuhause zum Tatort: Der schlimmste Mitbewohner aller Zeiten (2022) widmet seine erste Folge Dorothea Puente, die in Sacramento eine Pension für ältere, kranke und sozial isolierte Menschen betrieb. Nach außen gab sie die fürsorgliche Vermieterin, tatsächlich kassierte sie staatliche Zahlungen für Bewohner weiter, nachdem diese längst verschwunden waren. 1988 grub die Polizei sieben Leichen in ihrem Garten aus und 1993 wurde Puente wegen dreier Morde zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt. Am verstörendsten wirkt die eiskalte Systematik, mit der Puente die Wehrlosigkeit der Bewohner ausnutzte und ihre Fürsorgerolle zur zynischen Fassade degradierte.

Fred und Rose West: Eine britische Horror-Story (2025) richtet den Blick auf ein Täterpaar, dessen Verbrechen sich über Jahre im eigenen Familienhaus abspielten. 1994 führte die Spur schließlich in die Cromwell Street in Gloucester, wo die Polizei neun Leichen entdeckte. Rose West wurde 1995 wegen zehn Morden verurteilt und verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe; Fred West starb noch vor seinem Prozess durch Suizid. Besonders eindringlich sind die originalen Polizeiaufnahmen und Aussagen aus dem direkten Umfeld, weil sie zeigen, wie lange das Grauen Teil eines scheinbar gewöhnlichen Familienalltags bleiben konnte. Wie Die Moor-Morde (2022) handelt die Dokumentation von einem britischen Täterpaar. Bei Fred und Rose West wird jedoch ausgerechnet das eigene Zuhause zum Zentrum der Verbrechen.

Die Moor-Morde: Ein Serienmord erschüttert Großbritannien (2022) rekonstruiert die Verbrechen von Ian Brady und Myra Hindley, die zwischen 1963 und 1965 fünf Kinder und Jugendliche töteten. Die dreiteilige Dokumentation arbeitet mit Zeugenaussagen, Briefen und Material aus dem Prozess, bleibt aber nicht bei der Chronologie der Morde stehen. Besonders interessant ist, wie sehr sich die öffentliche Wahrnehmung auf Hindley konzentrierte. Ihr Polizeifoto wurde über Jahrzehnte zum Sinnbild des Falls und prägte ihr öffentliches Bild stärker als nahezu jedes andere Dokument. Genau das macht die Serie nach Monster besonders relevant: Kaum ein anderer Fall zeigt deutlicher, wie unterschiedlich weibliche und männliche Täter in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

Über diese Liste

Titel

6

Gesamtkosten fürs Ansehen

10,48 €

Gesamtlaufzeit

17h 43min

Genres

Krimi, Dokumentationen, Mystery & Thriller

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  1. 4 TitelNetflix
  2. 4 TitelNetflix Standard with Ads
  3. 1 TitelWOW
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