
„Euphoria“ Staffel 3, Folge 7 erklärt: Der schockierende Tod und die offenen Fragen
Euphoria (seit 2019) hat in der vorletzten Folge der dritten Staffel zum ersten Mal eine ihrer zentralen Hauptfiguren sterben lassen. „Rain or Shine“ bringt Nate Jacobs um, und der Tod wirft eine Reihe von Fragen auf: Wie genau stirbt er? Wer steckt dahinter? Und was bedeutet das für das Finale am 1. Juni? Wir erklären, was in der Folge passiert.
Wie Nate Jacobs stirbt
Nate Jacobs, gespielt von Jacob Elordi, hat nach dem Zeitsprung zu Beginn der Staffel das frühere Baugeschäft seines Vaters Cal übernommen. Sein Projekt, ein Immobilienvorhaben für Senioren, ist aussichtslos, und das Geld dafür hat er sich beim Kredithai Naz geliehen. Als die Schulden nicht zurückkommen, treibt Naz sie auf seine Weise ein: Erst fehlen Nate ein Zeh und ein Finger, dann wird er lebendig in einem Sarg unter seiner eigenen Baustelle begraben. Ein schmales Luftrohr verbindet ihn mit der Oberfläche. Auch seine Frau Cassie, gespielt von Sydney Sweeney, wird von Naz’ Leuten überwältigt und festgehalten: Binnen 72 Stunden soll sie eine Million Dollar auftreiben, so lange, droht Naz, dauere es, bis Nate unter der Erde stirbt.

Bevor die 72 Stunden ablaufen, kriecht eine Klapperschlange durch das Luftrohr in den Sarg und beißt Nate. Als die Kiste später ausgegraben und geöffnet wird, ist er bereits tot. Cassie bricht über dem Leichnam zusammen, Maddy, gespielt von Alexa Demie, steht daneben und sieht ihren toten Ex-Freund an.
Wer dahintersteckt – und warum die Rettung scheitert
Verantwortlich für Nates Lage ist Naz, doch zu Tode kommt Nate, weil die Rettung schiefläuft. Um die geforderte Million aufzutreiben, wendet sich Maddy an Gangsterboss Alamo, gespielt von Adewale Akinnuoye-Agbaje. Alamo erscheint mit einer Tasche zur Übergabe, die jedoch leer ist. Bevor Naz reagieren kann, erschießt Alamo ihn. Maddy und Cassie stehen damit nicht nur ohne Nate da, sondern auch in der Schuld eines neuen, gefährlicheren Gläubigers.

Schöpfer Sam Levinson äußerte sich in einem Interview zu der Entscheidung, Nate sterben zu lassen. Er habe das Publikum mit der eigenen Schadenfreude konfrontieren wollen: „Man fängt an zu fragen: Hätte er es besser verdient? Hat er es verdient?“ Jacob Elordi sprach von einem versöhnlichen Abschied. Es sei „eine coole Art zu sterben“ gewesen, sagte er über das Ende einer Figur, die so viele dunkle Entscheidungen getroffen hat, und bittersüß zugleich, weil Euphoria ein großer Teil seines Lebens gewesen sei.
Warum Nates Tod kaum jemand kommen sah
Dass es ausgerechnet Nate trifft, ließ sich aus seiner Rolle in dieser Staffel kaum ableiten. In den ersten beiden Staffeln war er eine treibende Kraft der Handlung: Er ermittelte gegen seinen Vater Cal, lieferte ihn an die Polizei aus und erpresste Jules. In Staffel 3 dreht sich sein Strang dagegen vor allem um seine Schulden bei Naz und darum, dass Cassie das Geld auftreiben soll. Mehrere US-Medien werteten diesen Wandel als Schwächung der Figur, vom kontrollierenden Antagonisten zum Getriebenen. Umso überraschender kam sein Tod – der erste Tod einer zentralen Hauptfigur in der Geschichte der Serie.
Wie die Fans reagieren
Die erste Reaktion im Netz war Schock, die zweite eine Diskussion. Ein Teil des Publikums hielt den Nate dieser Staffel ohnehin für eine andere Figur als früher und fand, sein Tod hätte mehr Wucht gehabt, wenn er sich vorher noch wie der „alte Nate“ verhalten hätte. Andere bedauerten, dass mit ihm ein ganzer Erzählstrang abrupt endet.

Wieder andere störten sich am Zeitpunkt: Maddy und Cassie setzen alles daran, Nate zu retten, während er längst tot ist. Positiv hervorgehoben wurde dagegen die Rückblende auf Rues Mentor Ali, gespielt von Colman Domingo.
Was offen bleibt
Nates Tod ist nicht der einzige Einschnitt der Folge. Mit Naz’ Erschießung legt „Rain or Shine“ zwei der großen Kriminalstränge zusammen. Und Rue, gespielt von Zendaya, steckt am Ende erneut in der Klemme: Beim Einbruch in einen Safe findet sie statt des erhofften Geldes nur Pässe und Ausweise von Frauen aus Alamos Umfeld, woraufhin Faye panisch reagiert und nach Wayne ruft.
Damit gehen gleich mehrere Fragen offen ins Finale „In God We Trust“, das in den USA am Sonntag, dem 31. Mai, startet: Was wird aus Cassie und Maddy, nun beide in Alamos Schuld? Und kommt Rue aus der Sache mit dem Safe heraus? Manche Fans verglichen den Ton der Folge übrigens mit Requiem for a Dream (2000).
























