
Warum nennen alle Erling Haaland „Majin Buu“? Das virale „Dragon Ball“-Meme erklärt
Man muss kein Anime-Fan sein, um bei diesem Vergleich zu schmunzeln. Ein pinkfarbener Bösewicht aus einer japanischen Zeichentrickserie soll aussehen wie einer der gefürchtetsten Fußball-Stürmer der Welt? Bei der Weltmeisterschaft 2026 ist aus dieser reichlich absurden Idee ein handfestes Internet-Phänomen geworden. Und der Stürmer lacht mittlerweile selbst mit.
Die Rede ist von Erling Haaland, dem norwegischen Torjäger von Manchester City. Mit seinen fast zwei Metern Körpergröße, dem blonden Haar, der massigen Statur und seinem markanten Grinsen wirkt er ohnehin wie einer Fantasiewelt entsprungen. Kein Wunder also, dass Fans ihn seit Jahren mal als Wikinger, mal als Naturgewalt beschreiben – und inzwischen sogar mit einer Figur aus Dragon Ball vergleichen. Für viele Anime-Fans sieht Haaland verblüffend ähnlich aus wie Majin Buu aus Dragonball Z (1996).
Wer ist Majin Buu?
Für alle, die mit Dragon Ball nie viel anfangen konnten, eine kurze Einordnung: Die Serie gehört zu den bekanntesten Animes überhaupt und schickt eine Gruppe von Kämpfern rund um den Helden Son Goku durch immer gewaltigere Schlachten. Majin Buu tritt im letzten großen Handlungsbogen auf und ist der finale Gegner – ein uralter Bösewicht, den ein Zauberer wiedererweckt und der ganze Planeten vernichten kann.
Der aktuelle Haaland-Vergleich bezieht sich allerdings nicht auf Buus bekannteste, rundliche Form, sondern auf Super Buu. Diese Version ist groß, muskulös und deutlich athletischer gebaut. Vor allem das markante Grinsen, die Gesichtsform und die massige Statur erinnern viele Fans an den norwegischen Stürmer. Dass Super Buu trotz seines beinahe gelassenen Gesichtsausdrucks jederzeit zur unaufhaltsamen Kampfmaschine werden kann, macht den Vergleich für viele Meme-Fans erst richtig witzig.
Der Moment, in dem aus dem Wikinger ein Anime-Bösewicht wurde
Vergleiche zwischen Haaland und Buu geisterten schon vorher durchs Netz. Richtig explodiert sind sie aber erst mit der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko, genauer gesagt mit dem größten Fußballabend, den Norwegen seit Jahrzehnten erlebt hat. Das Land stand zum ersten Mal seit 28 Jahren wieder bei einer WM, und am 5. Juli warf die Mannschaft im Achtelfinale Rekordweltmeister Brasilien mit 2:1 aus dem Turnier.
Haaland traf dabei doppelt und schoss sein Team ins erste Viertelfinale der norwegischen WM-Geschichte. Mit diesem Sieg schwappte auch das Meme in die breite Öffentlichkeit. Fans verpassten Buu ein Norwegen-Trikot und Haalands blonde Mähne, und es kursierten sogar Entwürfe für eine passende Sammelfigur im Dragon-Ball-Stil. Ein vielgeteilter Beitrag zeigte den Stürmer, wie er mit zurückgelegtem Kopf und breitem Grinsen exakt Buus typische Pose nachstellt. Der breite Nacken und das blonde Haar taten ihr Übriges, und plötzlich wirkte der Vergleich für viele völlig einleuchtend.
Haaland macht das Meme offiziell
Erst ließ der Norweger die Vergleiche unkommentiert. Dann tauchte auf Instagram ein Beitrag auf, der ihn beim Nachstellen von Buus Handgeste zeigte, und Haaland konnte offenbar nicht mehr an sich halten. Am 6. Juli kommentierte er trocken: „Also, widersprechen würde ich da nicht.“ Bei den Fans kam die Antwort bestens an. Viele feierten ihn dafür, dass er den Vergleich so gelassen mitträgt, andere forderten ihn auf, beim nächsten Tor doch gleich eine von Buus Posen zum Torjubel zu machen. Böse gemeint ist der Vergleich ohnehin nicht, eher eine Liebeserklärung an einen Stürmer, der gerade nicht nur die Fußballwelt, sondern auch die komplette Anime-Ecke für sich einnimmt.
Ob er einen Buu-Jubel wirklich durchzieht, wird sich frühestens am 11. Juli zeigen. Dann trifft Norwegen in Miami im Viertelfinale auf England, und Haaland geht mit sieben Turniertoren als einer der treffsichersten Spieler der WM ins Spiel. Ein kurzer Auftritt als pinkfarbener Bösewicht nach dem nächsten Treffer wäre da eigentlich nur die logische Fortsetzung.
















