
Die größten Emmy-Gewinner 2026 – und wo man sie streamen kann
Die 78. Primetime Emmy Awards haben einen eindeutigen Sieger: Widow’s Bay (2026), die Horror-Comedy von Apple TV stellte mit insgesamt 14 Auszeichnungen sogar einen neuen Emmy-Rekord für die meisten Preise für eine Comedyserie innerhalb eines Jahres auf. Doch auch DTF St. Louis (2026), Pluribus (2025) und der Vorjahressieger The Pitt (seit 2025) gehören zu den großen Gewinnern der Emmy-Saison.
Neben den großen Abräumern sorgten vor allem einzelne Schauspieler für Schlagzeilen: Matthew Rhys gewann gleich zwei Hauptdarsteller-Emmys, Jean Smart schrieb mit Hacks (2021-26) weiter Fernsehgeschichte und Rhea Seehorn erhielt endlich ihren ersten Schauspiel-Emmy. Hier sind die wichtigsten Gewinner im Überblick.
1. „Widow’s Bay“: 14 Emmys
An Widow’s Bay führte 2026 kein Weg vorbei. Das ist durchaus bemerkenswert, denn mit der schrägen Horror-Comedy über eine abgelegene Insel in Neuengland und ihre abergläubischen Bewohner triumphierte ausgerechnet eine der ungewöhnlichsten Serien des Abends.
Acht Preise hatte die Serie bereits bei den „Creative Arts Emmys“ gewonnen, sechs weitere kamen bei der Hauptveranstaltung hinzu. Damit übertraf sie mit insgesamt 14 Emmys den erst im vergangenen Jahr von The Studio (2025) aufgestellten Comedy-Rekord von 13 Auszeichnungen. Matthew Rhys wurde als bester Comedy-Hauptdarsteller prämiert, Stephen Root und Kate O’Flynn triumphierten in den Nebenrollen. Dazu kamen die Preise für beste Comedyserie, Regie und Drehbuch.
2. „DTF St. Louis“: 7 Emmys
Schon bei den Creative Arts Emmys hatte DTF St. Louis sechs Preise gewonnen – und bei der großen Gala folgte der wichtigste: die Auszeichnung als beste Mini- oder Anthologieserie. Ein beachtlicher Erfolg für die schwarzhumorige HBO-Miniserie, die aus einer Dreiecksbeziehung zwischen drei Erwachsenen eine zunehmend düstere Geschichte über Liebe, Sex und Tod macht.
Damit bringt es die HBO-Produktion auf insgesamt sieben Emmys. Bei den „Creative Arts Emmys“ feierten zudem David Harbour und Linda Cardellini ihre jeweils ersten Emmy-Siege – als bester Nebendarsteller beziehungsweise beste Nebendarstellerin in einer Mini- oder Anthologieserie.
3. „The Pitt“: 6 Emmys
Mit 25 Nominierungen war The Pitt die meistnominierte Serie des Jahres, konnte diese Chancen aber nur teilweise in Siege verwandeln. Vier Emmys gab es bereits bei den „Creative Arts Awards“, bei der Hauptgala kamen zwei besonders prestigeträchtige hinzu: beste Dramaserie und bester Hauptdarsteller für Noah Wyle. Der Schauspieler verteidigte ebenso wie die Serie selbst seinen Emmy-Titel aus dem Vorjahr. Trotz zahlreicher Schauspielnominierungen gingen die Preise in den Nebenrollen allerdings an die Konkurrenz.
Damit wurde der Erfolg der Krankenhausserie noch einmal bestätigt – und auch ihr konsequentes Konzept: Eine Staffel begleitet eine einzige Schicht in einer Pittsburgher Notaufnahme, wobei jede Episode ungefähr eine Stunde dieser Schicht abbildet.
4. „Pluribus“: 6 Emmys
18 Emmy-Nominierungen machten Pluribus zu einem der großen Preisanwärter des Jahres – sechs Auszeichnungen wurden es schließlich. Vier davon hatte die Serie bereits bei den Creative Arts Emmys gewonnen. Die kluge Sci-Fi-Serie von Vince Gilligan (Breaking Bad, Better Call Saul) entwirft ein eigenwilliges Szenario: Fast die gesamte Menschheit wird durch ein mysteröses Ereignis in ein dauerhaft glückliches Kollektiv verwandelt – nur wenige Menschen bleiben davon unberührt. Eine davon ist die von Rhea Seehorn gespielte Carol Sturka.
Bei der Hauptgala kamen zwei besonders prominente Siege hinzu: Seehorn wurde als beste Drama-Hauptdarstellerin ausgezeichnet, Gilligan für das Drehbuch der Episode „We Is Us“. Für Rhea Seehorn hatte der Triumph eine besondere Note: Für Better Call Saul (2015-22) war sie mehrfach nominiert gewesen, hatte jedoch nie einen Emmy gewonnen.
5. „Hacks“: 2 Emmys
Hacks ging mit rekordverdächtigen 24 Nominierungen für seine fünfte und letzte Staffel ins Rennen – mehr hatte zuvor keine Comedy in einem einzelnen Emmy-Jahr erreicht. Die große Ausbeute blieb allerdings aus: Neben einem „Creative-Arts-Emmy“ für den Schnitt gewann Jean Smart.
Ohnehin ist die bissig-warme Comedy über die alternde Las-Vegas-Komikerin Deborah Vance und ihre komplizierte Beziehung zur jungen Autorin Ava (Hannah Einbinder) längst eng mit Jean Smart verbunden. Sie wurde zum fünften Mal für Hacks als beste Comedy-Hauptdarstellerin ausgezeichnet und gewann damit tatsächlich für jede Staffel der Serie. Mit insgesamt acht Schauspiel-Emmys zog Smart außerdem mit Julia Louis-Dreyfus und Cloris Leachman gleich.
Weitere bemerkenswerte Gewinner
Matthew Rhys machte den Abend endgültig zu seinem persönlichen Triumph: Zusätzlich zu Widow’s Bay gewann er für die Netflix-Miniserie The Beast in Me (2025) auch den Emmy als bester Hauptdarsteller einer Mini- oder Anthologieserie – und damit zwei Hauptdarstellerpreise an einem Abend.
Für eine weitere Überraschung sorgte Allison Janney: Für ihre Rolle in Diplomatische Beziehungen (seit 2023) setzte sie sich als beste Drama-Nebendarstellerin gegen die starke Konkurrenz durch – darunter gleich vier Schauspielerinnen aus The Pitt. Für die vielfach ausgezeichnete Janney war es ebenfalls bereits der achte Schauspiel-Emmy ihrer Karriere.
Die wichtigsten Emmy-Gewinner 2026 im Überblick
Beste Comedyserie: Widow’s Bay
Beste Dramaserie: The Pitt
Beste Mini-/Anthologieserie: DTF St. Louis
Comedy-Hauptdarsteller: Matthew Rhys – Widow’s Bay
Comedy-Hauptdarstellerin: Jean Smart – Hacks
Drama-Hauptdarsteller: Noah Wyle – The Pitt
Drama-Hauptdarstellerin: Rhea Seehorn – Pluribus
Hauptdarsteller Miniserie/TV-Film: Matthew Rhys – The Beast in Me
Hauptdarstellerin Miniserie/TV-Film: Sally Field – Remarkably Bright Creatures
Comedy-Nebendarsteller: Stephen Root – Widow’s Bay
Comedy-Nebendarstellerin: Kate O’Flynn – Widow’s Bay
Drama-Nebendarsteller: Tom Pelphrey – Task
Drama-Nebendarstellerin: Allison Janney – Diplomatische Beziehungen
Comedy-Regie: Hiro Murai – Widow’s Bay
Drama-Regie: Saul Metzstein – Slow Horses
Comedy-Drehbuch: Katie Dippold – Widow’s Bay
Drama-Drehbuch: Vince Gilligan – Pluribus
Beste Reality-Competition: The Traitors
Beste Variety-Show: The Late Show with Stephen Colbert

















































