
„Natürlich blond“-Prequel: Das Ende von „Elle" erklärt – und was der Cliffhanger für Staffel 2 bedeutet
Als Reese Witherspoon 2001 in Natürlich blond als Elle Woods erstmals im pinkfarbenen Kostüm nach Harvard marschierte, wurde die Figur schnell zu einer der bekanntesten Heldinnen moderner Filmkomödien. Die Geschichte der vermeintlich oberflächlichen Studentin, die allen Vorurteilen zum Trotz zur erfolgreichen Juristin wird, setzte sich 2003 mit Natürlich blond 2 fort und gilt bis heute als Kultreihe. Was die Filme jedoch nie erzählten, war, wie Elle überhaupt zu der selbstbewussten jungen Frau wurde, die das Publikum später kennenlernte.
Genau dort setzt Elle (2026) an. Statt die berühmte Harvard-Studentin zu zeigen, blickt das Prequel zurück auf Elle Woods’ Highschool-Zeit im Jahr 1995 – eine Phase voller neuer Freundschaften, erster Liebe und Entscheidungen, die ihren weiteren Weg prägen. Seit dem 1. Juli sind alle acht Folgen der ersten Staffel bei Prime Video verfügbar.

Im Staffelfinale laufen zwar viele Handlungsstränge zusammen, ausgerechnet die wichtigste romantische Frage lässt die Serie jedoch offen. Dass Prime Video bereits vor dem Start eine zweite Staffel bestellt hat, macht deutlich, dass dieses Ende kein Zufall ist.
Achtung, Spoiler!
Ein Cosmo-Skandal und die Rückkehr nach Los Angeles
Mit ihren neuen Freunden bringt Elle frischen Wind an die Rainier High School und deckt nebenbei auf, dass Schulleiter Anderson (Matt Oberg) Gelder veruntreut hat. Der eigentliche Knall folgt kurz danach, mitten in einer pink eingefärbten Feier zu Elles Ehren: Shannon (Danielle Chand) taucht wieder auf, sie hat Elle und Miles (Jacob Moskovitz) immer noch nicht verziehen, dass sie sich in der Nacht von Shannons Mutters Tod geküsst haben. Mit im Gepäck hat sie eine brisante Ausgabe des Magazins Cosmopolitan. Darin liest sie öffentlich vor, was Elle in ihrer Bewerbung für ein Cosmo-Praktikum wenig Schmeichelhaftes über Seattle und die Menschen dort geschrieben hat, noch bevor sie die Stadt überhaupt richtig kannte. Pikant dabei: Elle wusste nicht einmal, dass ihre Mutter Eva (June Diane Raphael) sie für das Praktikum angemeldet hatte. Statt sich der Situation zu stellen, flüchtet Elle zurück in vertraute Gefilde und tritt das Praktikum in Los Angeles tatsächlich an.

Dort beeindruckt sie Stylistin Anna St. George (Rebecca Wisocky) so sehr mit ihrer mutigen Präsentation, dass sie Elle als Assistentin zu den Golden Globes mitnehmen will – ein Höhepunkt, auf den die Serie schon die ganze Staffel über hingearbeitet hat. Trotzdem kommt Elle von Seattle nicht los. Liz (Gabrielle Policano), Dustin (Zac Looker), Miles und Kimberly (Chandler Kinney) tun zwar alle so, als würde sie das Ganze nicht belasten, aber genau dieses Beieinanderstehen verschiedener Perspektiven gibt dem Finale Tiefe.
Evas eigener Wendepunkt
Während Elle hauptsächlich die Highschool-Welt der Titelfigur zeigt, bekommt auch ihre Mutter Eva (June Diane Raphael) über die Staffel hinweg eine eigene Geschichte. Der Umzug nach Seattle ist überhaupt erst nötig, weil Vater Wyatt (Tom Everett Scott) als plastischer Chirurg die Nase einer aufstrebenden Schauspielerin verpfuscht hat und die Familie deshalb erst einmal aus Los Angeles verschwinden muss.

Für Eva bedeutet das vor allem eines: Isolation. Als Hausfrau kennt sie in der neuen Stadt niemanden, hat ihren sozialen Status verloren und merkt zunehmend, wie sehr sie ihr eigenes Leben für Wyatts Karriere zurückgestellt hat. Im Finale kommt diese Entwicklung zu einem Punkt: Eva begegnet der Schauspielerin, deren Nase Wyatt ruiniert hat, und genau diese Konfrontation bringt sie dazu, ihr Leben neu zu sortieren.
Das Liebes-Wirrwarr zwischen Dustin und Miles
Zurück in Seattle, liefert Elle eine waschechte Rom-Com-Szene: Sie hetzt zum Carpet Mart, um Liz’ Auftritt nicht zu verpassen, während Passanten und die Stadt selbst sie förmlich anfeuern, – inklusive eines LED-Schriftzugs, das „GO ELLE“ aufblinken lässt. Sie schafft es gerade noch rechtzeitig, sodass für Worte zwischen ihr und Liz keine Zeit bleibt, aber ein Blick reicht.

Auch mit Madison (Jessica Belkin) findet Elle wieder zueinander. Der Kuss zwischen Madison und Dustin spielt dabei kaum noch eine Rolle, stattdessen geht es darum, wie beide besser füreinander hätten einstehen können.
Der Liebes-Cliffhanger für Staffel 2
Auf der romantischen Ebene passiert beim „Winter (In)Formal“ einiges: Kimberly küsst Liz, um sie aus ihrer Nervosität vor dem Auftritt zu holen – eine der wärmsten Szenen der gesamten Folge. Bei Elle scheint zunächst alles auf Miles hinauszulaufen. Stattdessen sucht sie Dustin auf. Die beiden gestehen sich ihre Gefühle und küssen sich – ausgerechnet vor Miles’ Augen. Eine endgültige Entscheidung zwischen den beiden trifft Elle damit jedoch nicht. Das Liebesdreieck bleibt ungelöst und bildet den zentralen Cliffhanger für eine mögliche zweite Staffel. Wie es mit Elle, Miles und Dustin weitergeht, dürfte damit zu den wichtigsten offenen Fragen gehören.




























