
Marvel, „Frozen III“ & mehr: Alle Disney-Filme 2026 und 2027 im Überblick
Manche Kinojahre rauschen einfach durch, 2026 und 2027 werden das nicht tun. Der Teufel trägt Prada 2 und Hoppers eröffneten das Disney-Blockbuster-Jahr feierlich. Viele weitere Filme werden folgen. Für die nächsten zwei Jahre hat Disney ein Programm zusammengestellt, das von Nostalgie bis Neuanfang so ziemlich alles abdeckt, was das Kino zu bieten hat.
Galaktische Abenteuer, Animationsfilme, die erwachsene Menschen zum Weinen bringen, einen Ryan Gosling mit Lichtschwert und die Rückkehr einer Heldengruppe, auf die viele seit Jahren gewartet haben. Das wird laut, emotional und stellenweise herrlich verrückt. Und mindestens einmal werden alle, die im Kino sitzen oder zu Hause streamen, sich fragen, wie ein Franchise wieder so verdammt gut aussehen kann.
Star Wars ist nach sieben langen Jahren endlich wieder auf die große Leinwand zurückgekehrt, und dass ausgerechnet Mando und der kleine grüne Kerl diesen Schritt machen, fühlt sich vollkommen richtig an.
The Mandalorian and Grogu ist der erste echte Test, ob eine Serie genug emotionales Kapital angesammelt hat, um als Kinofilm zu funktionieren, und die Vorzeichen sind gut: Pedro Pascal trägt die Rüstung, Jon Favreau sitzt auf dem Regiestuhl, und Sigourney Weaver taucht in einer neuen Rolle auf, was allein schon neugierig macht. Grogu hat seit seinem ersten Auftritt 2019 das Internet im Sturm genommen und dabei irgendwie nichts von seinem Reiz verloren. Wer behauptet, ihn nicht niedlich zu finden, lügt entweder – oder hat noch nie eine Folge gesehen.
Eigentlich sollte mit dem vierten Teil alles gesagt sein, und eigentlich hat das Franchise diese Grenze bereits einmal verschoben. Jetzt kommt ein fünfter Teil, und die Prämisse klingt dieses Mal nach echter Auseinandersetzung mit der Gegenwart: Das Spielzeug trifft auf Technologie, und Buzz, Woody und Jessie stehen plötzlich einer Bedrohung gegenüber, gegen die eine böse Puppe harmlos wirkt.
Andrew Stanton führt Regie, was zumindest die Vorfreude rechtfertigt. Ob Toy Story 5 zum dritten Mal beweist, dass diese Geschichte wirklich noch mehr zu erzählen hat, bleibt die spannendste Frage des Pixar-Sommers und eine, die man erst im Kinosessel beantworten kann.
Catherine Laga'aia übernimmt die Hauptrolle, Dwayne Johnson ist als Maui zurück, und das Drehbuch muss sich dieselbe Frage stellen, vor der jedes dieser Remakes steht: Was bringt es, das Gleiche noch einmal zu erzählen?
Der Animationsfilm hatte Lieder, die man bis heute nicht aus dem Kopf bekommt, und ein Herz, das auf der Leinwand spürbar war. Vaiana als Live-Action-Version hat das Potenzial, beides zu bewahren oder beides zu verspielen, und genau diese Ungewissheit macht den Film zu einem der interessanteren Kinotermine des Jahres.
Vier Jahre nach den Ereignissen von No Way Home ist Peter Parker vollkommen allein – niemand weiß mehr, wer er ist, nicht einmal MJ und Ned. Spider-Man 4 knüpft genau dort an, wo der letzte Film aufgehört hat, und erzählt von einem Spider-Man, der sich ganz seiner Stadt verschrieben hat und dabei an seine Grenzen stößt.
Tom Holland, Zendaya und Jon Bernthal als Punisher sind zurück, dazu kommen Mark Ruffalo als Hulk und Sadie Sink als Neuzugang. Regisseur Destin Daniel Cretton hat schon bewiesen, dass er im MCU funktioniert, und der erste Trailer war nach Erscheinen offiziell der meistgesehene Trailer aller Zeiten. Das ist keine Kleinigkeit. Spider-Man: Brand New Day ist eine Co-Produktion von Marvel Studios und Sony Pictures – Marvel gehört zu Disney, den Kinovertrieb übernimmt jedoch Sony.
Regie-Ikone Ridley Scott, 88 Jahre alt, dreht immer noch Kinofilme, und das allein ist schon eine Meldung wert.
The Dog Stars, im deutschen Titel Das Ende der Sterne, wie Big Hig sie kannte basiert auf dem viel gelobten Roman von Peter Heller und erzählt von einer Welt nach einer globalen Seuche, in der ein Mann mit seinem Hund und einem misstrauischen Nachbarn in einem kleinen Flugzeughangar überlebt. Jacob Elordi und Josh Brolin tragen den Film, und das klingt nach kleinem, intimem Stoff – genau das ist der Reiz: ein Regisseur, der jahrzehntelang für epische Bilder bekannt war, nähert sich etwas Ruhigem, fast Kammerartigen. Ob das gut geht oder ob die Stille dem Film schadet, ist offen, aber Scott hat schon oft bewiesen, dass er Überraschungen im Gepäck hat.
Ein Taucher sucht im Ozean nach den Überresten seines Vaters und wird dabei von einem achtzig Fuß langen Pottwal verschluckt. Er hat eine Stunde Sauerstoff. Das ist die Prämisse, und die reicht eigentlich schon.
Whalefall basiert auf Daniel Kraus’ gefeiertem Roman und wird von Brian Duffield inszeniert, der schon früher bewiesen hat, dass er mit extremer Isolation und minimalen Mitteln maximale Spannung erzeugen kann. Austin Abrams und Josh Brolin tragen den Film. Wer sich fragt, wie man daraus neunzig Kinominuten macht, bekommt die Antwort spätestens im Oktober.
Die Teenagerin Billie entdeckt, dass das, was sie von allen unterscheidet, magische Kräfte sein könnten, und zieht damit sich und ihre überehrgeizige Mutter in eine verborgene Welt hinein.
Hexed ist ein komplett origineller Animationsfilm aus dem Disney-Studio – keine Fortsetzung, kein Remake, kein Franchise. Hailee Steinfeld spricht Billie, Rashida Jones ihre Mutter, und die Regie liegt bei den Machern von Zoomania+ und Encanto.
Gerade solche Filme zeigen, ob ein Studio noch den Mut zu neuen Ideen hat. Im Fall von Disney spricht momentan vieles dafür.
Das komplette Original-Ensemble ist zurück: Ray Romano, John Leguizamo, Denis Leary, Simon Pegg und Queen Latifah kehren als Manny, Sid, Diego, Buck und Ellie zurück, und der Titel macht keine großen Umwege um sein Thema herum. Ice Age: Boiling Point ist der 6. Teil einer Franchise, die eigentlich viermal fertig war.
Der Nostalgie-Faktor dürfte enorm sein, zumindest bei allen, die mit Scrat und seiner Eichel aufgewachsen sind. Leguizamo als Sid allein hat schon schlechtere Argumente für einen Kinobesuch gegeben.






























