Best of Taylor Sheridan: Seine Top-10-Serien im Ranking

Best of Taylor Sheridan: Seine Top-10-Serien im Ranking

Ahmet Iscitürk
Ahmet Iscitürk

Veröffentlicht am 03. April 2026

Aktualisiert am 05. Mai 2026

Vom unterschätzten Nebendarsteller in Sons of Anarchy (2008) zum milliardenschweren Architekten eines eigenen TV-Imperiums: Taylor Sheridan hat das moderne Fernsehen grundlegend transformiert.

Seine Geschichten atmen den Staub der amerikanischen Grenzgebiete, egal ob es um den Kampf um Land in Montana oder die dunklen Machenschaften der Ölindustrie geht. Sheridan hat es geschafft, Hollywood-Legenden wie Harrison Ford, Helen Mirren und Sylvester Stallone für das serielle Erzählen zu gewinnen und dabei ein treues Millionenpublikum zu begeistern.

Mit einem unverwechselbaren Gespür für raue Männlichkeit, komplexe Familienloyalitäten und die ungeschminkte Realität des modernen Westens hat er das „Sheridan-Versum“ zu einer der stärksten Marken der Unterhaltungsindustrie gemacht. In diesem Ranking werfen wir einen Blick auf seine Werke und zeigen dir, welche seiner Serien du unbedingt gesehen haben musst.

10

Marshals
Marshals

Marshals

2026

Marshals (2025) markiert Sheridans Ausflug in das klassische Network-Fernsehen und fungiert als direktes Sequel zu Yellowstone (2018), das die Reise des jüngsten Dutton-Sprosses Kayce fortsetzt. Luke Grimes überzeugt erneut als ehemaliger Navy SEAL, der nach dem schmerzhaften Verlust seiner Frau Monica zur Strafverfolgung zurückkehrt. Die Serie schlägt jedoch einen deutlich konventionelleren Weg ein als Sheridans andere Werke, was wohl daran liegt, dass er hier primär als Produzent agiert und die kreative Kontrolle anderen überlassen hat. Im Gegensatz zur tiefgründigen Charakterentwicklung in 1883 (2021) bleiben hier manche Figuren etwas blass. Auch wenn die malerischen Landschaften Montanas erhalten bleiben und die Sheridan-DNA stets durchschimmert, erinnert das Format eher an ein typisches Polizei-Procedural. Wer unkomplizierte Kriminalfälle vor Western-Kulisse mag, wird bedient, doch wer die raue Originalität von Landman (2024) sucht, wird möglicherweise enttäuscht.
Mit Mayor of Kingstown (2021) beweist Sheridan, dass sein Interesse weit über die reine Cowboy-Kultur hinausgeht. Jeremy Renner spielt Mike McLusky, der in einer fiktiven Stadt in Michigan als Vermittler zwischen Cops, Häftlingen und Gangbossen fungiert. Die Serie ist ein düsteres Porträt des systemischen Verfalls im US-Justizwesen und mutet dem Zuschauer eine Menge an Nihilismus und Gewalt zu. Für Fans von kompromisslosen Krimi-Dramen ist Mike McLusky eine faszinierende Figur, doch im Vergleich zur charismatischen Leichtigkeit eines Tulsa King (2022) wirkt diese Welt oft erdrückend freudlos. Mein persönlicher Kritikpunkt ist, dass Sheridan nach der ersten Staffel gefühlt das Interesse verlor, was der narrativen Dichte schadete. Dennoch bleibt es ein wichtiges Werk für ein Publikum, das sich für die hässlichen Facetten von Korruption und Macht interessiert. Es ist das „schmutzige“ Gegenstück zu den heroischen Tönen in Lawman: Bass Reeves (2023).

08

The Madison
The Madison

The Madison

2026

Die jüngste Sheridan-Schöpfung The Madison (2026) ist eine intime Studie über Trauer und Neuanfänge, die Michelle Pfeiffer in ihrer vielleicht besten Rolle seit Jahrzehnten zeigt. Als New Yorker Society-Lady Stacy Clyburn zieht sie nach einer persönlichen Tragödie mit ihrer Familie nach Montana, um auf dem Land ihres verstorbenen Schwagers Frieden zu finden. Die Serie ist deutlich langsamer erzählt und verzichtet auf Schießereien, was sie zum emotionalen Ruhepol im Sheridan-Versum macht. Pfeiffer brilliert als zerbrechliche, aber willensstarke Matriarchin, auch wenn die restlichen Familienmitglieder erzählerisch noch etwas farblos bleiben. Im Vergleich zum rasanten Adrenalinkick von Lioness (2023) ist The Madison ein mutiges Experiment, das fast schon in den Gefilden von Arthouse-Dramas wildert. Die Serie richtet sich an Zuschauer, die Charakterentwicklung über Action stellen und die Schönheit Montanas einmal ohne den ständigen Kampf um Leben und Tod genießen wollen. Dennoch fehlt ihr im Vergleich zu 1883 noch die epische Wucht.

07

Landman
Landman

Landman

2024

Landman (2024) führt uns tief in die Welt der texanischen Ölindustrie und zeigt den modernen Goldrausch mit all seiner Gier und Gefahr. Billy Bob Thornton ist als Krisenmanager Tommy Norris eine absolute Wucht; man nimmt ihm jede Falte und jeden sarkastischen Kommentar sofort ab. Die Serie wechselt meisterhaft zwischen tödlichem Ernst und absurdem Humor, was sie erfrischend unvorhersehbar macht. Besonders spannend ist der Kontrast zwischen dem harten Ölgeschäft und den familiären Eskapaden, was Erinnerungen an die Dynamik von Friday Night Lights (2006) weckt. Meiner Meinung nach ist Mr. Thornton der Grund, warum man jede Woche einschaltet, da er eine Gravitas mitbringt, die selbst Harrison Ford in 1923 (2022) Konkurrenz macht. Die Serie ist absolut fokussiert, auch wenn sie gegen Ende der zweiten Staffel etwas den roten Faden zu verlieren droht. Im Vergleich zum eher statischen Yellowstone wirkt die Welt von Landman deutlich agiler und moderner.

06

Yellowstone
Yellowstone

Yellowstone

2018

Es ist die Serie, mit der Sheridans Weltherrschaft begann: Yellowstone (2018) ist ein kulturelles Phänomen, das den modernen Western für ein Millionenpublikum etabliert hat. Kevin Costner als John Dutton verkörpert den ultimativen Patriarchen, der sein Land mit archaischer Härte verteidigt. Die Mischung aus Familien-Seifenoper und rauer Gewalt traf einen Nerv, auch wenn sich Sheridan später etwas zu sehr in stimmungsvollen Bildern verlor und die Handlung vernachlässigte. Besonders das Zerwürfnis zwischen Costner und Sheridan führte zu einem überhasteten und unbefriedigenden Abschluss, der dem Erbe der Serie nicht ganz gerecht wird. Trotzdem bleibt die Chemie zwischen Charakteren wie Beth und Rip unerreicht und dient als Vorbild für alle späteren Produktionen. Wer das Sheridan-Versum verstehen will, kommt an diesem Epos nicht vorbei, auch wenn spätere Ableger wie 1883 erzählerisch deutlich disziplinierter und emotional packender agieren. Es ist der fesselnde Grundstein für alles, was danach kam.

05

Lioness
Lioness

Lioness

2023

Mit Lioness (2023) verlässt Sheridan die staubigen Pfade Montanas und liefert einen hochspannenden Spionage-Thriller ab, der in der Tradition von Sicario (2015) steht. Zoe Saldaña glänzt als Joe, eine CIA-Agentin, die zwischen ihrer gefährlichen Mission gegen den Terrorismus und ihrem zerrütteten Privatleben aufgerieben wird. Die Serie ist handwerklich brillant inszeniert und bietet eine Intensität, die man sonst nur auf der großen Leinwand findet. Für mich ist Joe eine der stärksten Frauenfiguren im gesamten Genre, da sie keine unbesiegbare Heldin ist, sondern eine Frau unter ständigem Druck. Im Vergleich zum eher gemütlichen Tempo von The Madison ist Lioness ein ununterbrochener Adrenalinrausch. Die Serie richtet sich an Fans von geopolitischen Thrillern, die eine Pause von der üblichen Ranch-Thematik brauchen. Durch die Mitwirkung von Nicole Kidman erreicht die Show ein Niveau an schierer Star-Power, das mit Yellowstone und Tulsa King konkurrieren kann.

04

Tulsa King
Tulsa King

Tulsa King

2022

Tulsa King (2022) ist der Beweis, dass Sheridan auch Humor beherrscht, wenn er den richtigen Hauptdarsteller hat. Sylvester Stallone liefert als Dwight „The General“ Manfredi seine beste Leistung seit Jahren ab und bringt eine Mischung aus Mafia-Autorität und charmantem Kulturclash in das ländliche Oklahoma. Die Serie ist deutlich lockerer als das bleischwere Mayor of Kingstown – und es macht einfach Spaß zu beobachten, wie Dwight seine neue Crew aus Außenseitern zusammenstellt. Stallone hat das Projekt sichtlich für sich eingenommen, was der Show eine ganz eigene, fast schon verspielte Note verleiht. Mein persönlicher Take: Es ist die perfekte „Wohlfühl-Serie“ für alle, die klassische Gangstergeschichten mit einem modernen Twist mögen. Der Kontrast zwischen New Yorker Attitüde und texanischer Gemächlichkeit sorgt für großartige Unterhaltung, die deutlich zugänglicher ist als die komplexen Intrigen in 1923. Wer Stallone liebt, wird diese Serie feiern – auch wenn die Qualität von Staffel zu Staffel abnimmt.
In Lawman: Bass Reeves (2023) widmet sich Sheridan der wahren Geschichte eines der ersten schwarzen U.S. Marshals und liefert damit ein historisch wertvolles und schauspielerisch überragendes Werk ab. David Oyelowo verkörpert Reeves mit einer moralischen Integrität und physischen Präsenz, die dem Zuschauer sofort den Atem raubt. Die Serie ist deutlich geerdeter und ernsthafter als der fiktive Kayce Dutton in Marshals und verzichtet auf unnötiges Melodram zugunsten einer interessanten Biografie. Die Unterstützung durch Legenden wie Donald Sutherland verleiht der Produktion eine zusätzliche Gravitas. Für mich ist dies einer der wichtigsten Beiträge zum Western-Genre, da er eine oft vergessene Perspektive mit großer Würde erzählt. Im Vergleich zum nihilistischen Mayor of Kingstown bietet Lawman eine Heldenfigur, an der man sich wirklich orientieren kann. Interessanter Fakt zum Schluss: Die Miniserie war ursprünglich als Prequel zu 1883 geplant.

02

1883
1883

1883

2021

1883 (2021) ist in meinen Augen das poetische Herzstück des gesamten Sheridan-Verse. Die Geschichte der ersten Duttons auf ihrem mörderischen Treck gen Westen ist kein klassischer Western, sondern eine tragische Odyssee über den Preis der Freiheit. Tim McGraw und Faith Hill liefern überraschend starke, geerdete Leistungen ab, doch der wahre Star ist Isabel May als Elsa Dutton. Ihre Erzählstimme verleiht der Serie eine lyrische Melancholie, die man in Sheridans moderneren Serien wie Landman selten findet. Kritiker bemängeln jedoch, dass die Serie dadurch hin und wieder ins Kitschige abgleitet. Jede Episode fühlt sich wie ein eigenständiger kleiner Film an, der die Härte der Odyssey ungeschminkt zeigt. Der Kontrast zwischen der unberührten Wildnis und dem unbändigen Willen der Pioniere ist tief berührend. Wer emotionale Tiefe und visuelle Brillanz sucht, wird hier fündig, besonders im Vergleich zum eher formelhaften Marshals. Das schockierende Finale bleibt einer der mutigsten erzählerischen Momente, die das Fernsehen in den letzten Jahren hervorgebracht hat und festigt den Kultstatus dieser Miniserie.

01

1923
1923

1923

2022

An der Spitze unseres Rankings steht unangefochten 1923 (2022), da diese Serie alles vereint, was Taylor Sheridan großartig macht: massive Star-Power, eine epische Erzählweise und tiefgreifende historische Konflikte. Harrison Ford und Helen Mirren als Jacob und Cara Dutton sind ein Traumpaar; ihre Chemie trägt die Serie selbst in den stillsten Momenten. Indem die Serie den Überlebenskampf auf der Montana-Ranch mit Spencer Duttons Abenteuern in Afrika verbindet, erreicht sie eine erzählerische Dimension, die alle anderen Top-10-Einträge übertrifft. Es ist ein meisterhaft konstruiertes Epos, das die Ära der Prohibition und der Weltwirtschaftskrise so lebendig macht wie kaum ein anderes Werk. Im Vergleich zum eher statischen Familienzwist von Yellowstone bietet 1923 eine deutlich komplexere und visuell beeindruckendere Welt. Es ist der absolute Goldstandard für modernes, serielles Erzählen. Meiner Ansicht nach ist Spencer Dutton der ‚altmodischste‘ Charakter, den Sheridan bisher erschaffen hat. Er verkörpert die Magie klassischer Hollywood-Legenden wie Errol Flynn, Clark Gable oder Tyrone Power – und in diesem Kontext passt das wie die Faust aufs Auge.

Über diese Liste

Titel

10

Gesamtkosten fürs Ansehen

8,98 €

Gesamtlaufzeit

168h 22min

Genres

Drama, Western, Action & Abenteuer

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Auf dieser Liste befinden sich 10 Titel und du kannst 9 von ihnen auf Paramount Plus anschauen. 10 weitere Streamingdienste haben aktuell ebenfalls einige der Titel im Angebot.

  1. 9 Titel Paramount Plus
  2. 9 Titel Paramount Plus Apple TV Channel
  3. 8 Titel Paramount+ Amazon Channel
  4. 4 Titel Netflix
  5. 4 Titel Netflix Standard with Ads