Devil May Cry“ Staffel 2: 10 Dinge, die du vor dem Start wissen musst

Devil May Cry“ Staffel 2: 10 Dinge, die du vor dem Start wissen musst

Markus Brandstetter
Markus Brandstetter

Veröffentlicht am 20. April 2026

Aktualisiert am 20. April 2026

Am 12. Mai 2026 kehrt Devil May Cry (2025-) auf Netflix zurück und bringt mit Staffel 2 ein Versprechen mit, das Showrunner Adi Shankar von Anfang an gemacht hat: Die Geschwisterdynamik zwischen Dante und Vergil rückt ins Zentrum, der Ton wird düsterer, das Universum größer. Wer Staffel 1 vor einem Jahr gesehen hat, erinnert sich vielleicht noch an die wichtigsten Wendungen. 

Wer kein Rewatch-Binge-Wochenende einplanen möchte, bekommt in dieser Liste die zehn Dinge, ohne die der Start von Staffel 2 deutlich weniger Sinn ergibt. Von Dantes Herkunft bis zum schockierenden Finale: das ist die kurze Version von allem, was Staffel 1 etabliert hat. Achtung: Der folgende Text enthält Spoiler zur ersten Staffel.

1. Dante ist kein Mensch — und kein Dämon

Dante ist ein Cambion: halb Mensch, halb Dämon, Sohn des legendären Dämonenkämpfers Sparda und der menschlichen Eva. Das macht ihn zu einer Anomalie in beiden Welten — stark genug, um die gefährlichsten Dämonen zu besiegen, menschlich genug, um noch einigermaßen funktional durch den Alltag zu kommen. Seine Herkunft ist zu Beginn der Serie nicht einmal ihm selbst vollständig klar: Er weiß, dass er anders ist, kennt aber weder seinen Vater noch die volle Bedeutung des geteilten Amuletts, das er um den Hals trägt. Dante wuchs ohne Familie auf, hält sich mit bezahlten Dämonenjagd-Aufträgen über Wasser und wirkt wie jemand, dem es aktiv egal ist, was mit der Welt passiert — bis die Welt anfängt, ihn zu benötigen. Das Verhältnis zu seiner eigenen dämonischen Natur ist der emotionale Kern der gesamten ersten Staffel.

2. Das Amulett ist der Schlüssel zu allem

Dante trägt eine Hälfte eines sogenannten Perfect Amulet — ein Objekt, das von seinem Vater Sparda erschaffen wurde und das die Barriere zwischen der menschlichen Welt und Makai, der Dämonendimension, aufrechterhalten hat. Die andere Hälfte existiert ebenfalls — und genau darum dreht sich der Hauptkonflikt der ersten Staffel. Der White Rabbit, der Hauptantagonist, braucht beide Hälften zusammen mit dem Blut von Spardas Söhnen, um die Barriere endgültig zu zerstören. Das Amulett ist damit nicht nur ein MacGuffin, sondern buchstäblich das Objekt, an dem das Schicksal beider Welten hängt. Wer das Amulett kontrolliert, kontrolliert den Zugang zur Hölle — und das wissen im Laufe der Staffel zunehmend zu viele Parteien gleichzeitig.

3. Der White Rabbit ist kein einfacher Bösewicht

Der Hauptantagonist der ersten Staffel ist der White Rabbit, ein künstlicher Dämon mit einem menschlichen Kern — wortwörtlich: er war einst Mensch und wurde durch dämonische Experimente transformiert. Sein Ziel ist es, die Barriere zwischen Menschenwelt und Makai zu zerstören, nicht aus Machtgeilheit, sondern aus einer verzerrten Vorstellung von Gerechtigkeit: Er sieht sowohl Dämonen als auch Menschen als Opfer einer korrupten Weltordnung und will beides durch totales Chaos auflösen. Das macht ihn zu einem der interessanteren Antagonisten des Formats — er hat eine nachvollziehbare Motivation, die durch Trauma und Verrat entstellt wurde. Er vergleicht sich wiederholt mit Dante und Lady, bezeichnet alle drei als verlorene Waisen, die von einer Welt geformt wurden, die sie nicht wollte. Gesprochen wird er von Hoon Lee, der die Figur mit einer leisen, bedrohlichen Würde ausstattet.

4. DARKCOM ist nicht auf der Seite des Guten

Die staatliche Organisation DARKCOM — Dark Realm Command — jagt Dante von Beginn an, weil sein Blut und das Amulett als zu gefährlich eingestuft werden. Geleitet wird DARKCOM von Vizepräsident William Baines, der weniger an der Sicherheit der Bevölkerung interessiert ist als an der Kontrolle übernatürlicher Ressourcen. Im Laufe der Staffel wird deutlich, dass DARKCOM nicht der neutrale Beschützer der Menschheit ist, als der er sich präsentiert: Die Organisation handelt skrupellos, opfert eigene Agenten und trifft Entscheidungen, die letztlich die Situation eskalieren lassen. Die posthume Besetzung von Kevin Conroy als Baines — er starb im November 2022, hatte aber noch nicht alle Szenen eingesprochen — verleiht der Figur eine zusätzliche melancholische Dimension. Ian James Corlett übernahm die verbleibenden Dialogzeilen.

5. Lady ist komplizierter als sie aussieht

Mary Ann Arkham, von Dante schlicht „Lady" genannt, ist DARKCOM-Soldatin, Dämonenjägerin und eine der wichtigsten Figuren der Serie — aber keine einfache Heldin. Sie verfolgt Dante im Auftrag von DARKCOM, erkennt zunehmend die Widersprüche in ihrer eigenen Organisation und arbeitet phasenweise mit Dante zusammen, ohne ihm wirklich zu vertrauen. Ihre Vergangenheit ist geprägt von Verlust und dem tiefen Misstrauen gegenüber allem Übernatürlichen — was sie zu einer Figur macht, die zwischen zwei Loyalitäten gefangen ist. Scout Taylor-Compton spielt sie mit einer kantigen Energie, die sich nicht einfach auflöst. Und dann verrät sie Dante am Ende der Staffel trotzdem — nicht aus Bosheit, sondern weil sie überzeugt ist, dass sein Blut und seine Kräfte eine zu große Gefahr für die Menschheit darstellen. Das macht ihren Verrat schwerer zu verurteilen als zu verstehen.

6. Episode 6 ist die beste der Staffel — und das aus einem Grund

Die sechste Episode von Staffel 1 hebt sich stilistisch von allem anderen ab: Sie erzählt fast ohne Dialog, kombiniert verschiedene Animationsstile und setzt auf eine dichte Abfolge von Needle Drops, darunter der eigens für die Serie produzierte Song „Afterlife" von Evanescence. Kritiker bezeichneten sie einhellig als eine der besten Einzelfolgen des Jahres 2025. Die Episode ist ein Beweis dafür, was das Format leisten kann, wenn es sich traut, von konventionellem Serienhandwerk abzuweichen. Adi Shankar, der für Castlevania bekannt ist, demonstriert hier, dass er die visuelle Sprache des Animationsformats als eigenständiges Mittel begreift — nicht als Illustrationswerkzeug für Dialoge, sondern als primären Träger von Emotionen und Rhythmus. Wer die Serie schnell aufgeholt haben will: Diese Folge ist der zwingendste Grund.

7. Vergil lebt — und er ist nicht auf Dantes Seite

Einer der größten Twists der ersten Staffel: Dantes Zwillingsbruder Vergil, den er als Kind tot geglaubt hat, ist noch am Leben. Der White Rabbit enthüllt das im Finale — als Teil seiner Manipulation, um an Vergils Blut zu kommen, das er für das Ritual benötigt. Was den Twist noch komplizierter macht: Vergil taucht im Post-Credit-Bereich der Staffel nicht als Verbündeter auf, sondern als Krieger im Dienst von Mundus, dem Dämonenkönig. Er erscheint in seiner Nelo Angelo-Form, befreit dämonische Gefangene aus einem DARKCOM-Lager und liefert den letzten Satz der Staffel: „Ich bin der Sturm." Robbie Daymond spielt Vergil — und Staffel 2 dreht sich laut Shankar zentral um den Konflikt der Zwillingsbrüder. Das Fundament dafür ist hier gelegt.

8. Am Ende marschieren die USA in die Hölle ein

Das Finale der ersten Staffel endet nicht mit einem einfachen Sieg. Der White Rabbit wird besiegt, die unmittelbare Bedrohung abgewendet — aber dann setzt eine Montage ein, unterlegt mit Green Days „American Idiot", die zeigt, was danach passiert: Die US-Regierung nutzt das Wissen über Makai, um militärisch in die Dämonendimension einzumarschieren, Ressourcen abzubauen und die einheimische Bevölkerung zu versklaven. Die Parallele zum Irakkrieg ist explizit, nicht subtil. Dante, der das alles mitverursacht hat, landet stattdessen im Kälteschlaf in einer DARKCOM-Einrichtung — auf Befehl von Lady, die seinen Verbleib auf freiem Fuß für zu gefährlich hält. Es ist ein bitter-politisches Ende für eine Serie, die als Actionshow begann, und setzt den moralischen Rahmen für alles, was in Staffel 2 folgen wird.

9. Mundus ist der eigentliche Oberbösewicht

Im Hintergrund der gesamten ersten Staffel operiert eine Figur, die nie direkt auftritt, aber zunehmend Kontur gewinnt: Mundus, der König der Dämonen. Er ist es, der Vergil aus seinen Fesseln befreit hat und dessen Dienst dieser nun leistet. In der Videospielreihe ist Mundus der zentrale Antagonist des ersten Teils — er ist für den Tod von Dantes Mutter Eva verantwortlich und damit die eigentliche Wurzel aller Traumata, die die Geschichte antreiben. Die Serie baut ihn bewusst langsam auf: In Staffel 1 ist er Schatten und Andeutung, in Staffel 2 wird er vermutlich aus dem Hintergrund treten. Wer die Spiele kennt, weiß, was das bedeutet. Wer nicht: Mundus ist die Figur, gegen die Dante irgendwann kämpfen muss — und die zu besiegen ist er allein nicht stark genug.

10. Staffel 2 ist laut Shankar eine andere Serie

Adi Shankar hat in mehreren Interviews betont, dass Staffel 2 sich tonisch und stilistisch von Staffel 1 unterscheiden wird. Staffel 1 war als „Gateway Drug" konzipiert — eine Einführung in das Universum, die zugänglich sein sollte. Staffel 2 soll das ausbauen, vertiefen und in eine andere Richtung treiben. Vergil spielt eine zentrale Rolle; Shankar beschreibt ihn als so wichtig, dass es sich „fast wie eine neue Serie" anfühlt. Was das konkret bedeutet — dunklerer Ton, andere Erzählstruktur, stärker auf die Mythologie der Spiele ausgerichtete Handlung — wird sich ab dem 12. Mai 2026 zeigen. Eines ist sicher: Wer Staffel 1 als unterhaltsame, leicht chaotische Actionshow erlebt hat, sollte die Erwartungen für Staffel 2 neu kalibrieren. Shankar baut auf dem Fundament auf — und verspricht, es zu erschüttern.

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Devil May Cry
Vor langer Zeit, so berichten die Legenden, gab es einen Dämon, der für Gerechtigkeit kämpfte. Er nahm sein Schwert und stoppte die Invasion der Dämonen aus der Unterwelt. Diese Legende wurde schon vor langer Zeit vergessen... Dante, der Halbdämon und Nachfahre des legendären Schwertträgers, wird von allen Dämonen gefürchtet und ist bei ihnen als der "Devil Hunter" bekannt. Er, der die Welt vor unzähligen teuflischen Bedrohungen gerettet hat, betreibt eine "Dämonen-Ausrottungs-Agentur" mit dem Namen "Devil May Cry". Die Kunden sind sehr eigen und die Aufträge ausgefallen, aber mit seinen zwei Pistolen "Ebony" und "Ivory" und dem Schwert "Rebellion" in den Händen stellt sich Dante sämtlichen Herausforderungen.

Über diese Liste

Titel

1

Gesamtkosten fürs Ansehen

5,96 €

Gesamtlaufzeit

4h 48min

Genres

Action & Abenteuer, Animation, Fantasy

Wo kann ich die Titel von dieser Liste online anschauen?

Der Titel in dieser Liste ist noch bei keinem Streamingdienst verfügbar.