„Carrie“ kehrt zurück: Alle Verfilmungen vom Horror-Klassiker bis zur neuen Serie

„Carrie“ kehrt zurück: Alle Verfilmungen vom Horror-Klassiker bis zur neuen Serie

Veröffentlicht am27. September 2026

Aktualisiert am27. September 2026

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Stephen Kings berühmteste Außenseiterin ist wieder da, und der erste Trailer zu Mike Flanagans neuer Serienadaption macht sofort klar, dass diesmal nicht nur Telekinese und religiöser Fanatismus für Unbehagen sorgen. Auch soziale Medien, öffentlicher Druck und die gnadenlose Dynamik einer Schulwelt, in der Demütigungen in Sekunden ein Publikum finden, rücken stärker ins Zentrum. Am 7. Oktober 2026 startet die achtteilige Prime-Video-Serie Carrie (2026) mit Summer H. Howell in der Hauptrolle und setzt damit eine Verfilmungsgeschichte fort, die bereits 1976 begann. Seitdem wurde Stephen Kings Debütroman mehrfach neu interpretiert, fürs Kino und fürs Fernsehen, mal als direkte Neuverfilmung, mal als ungewöhnliche Fortsetzung. Jede Fassung setzt andere Akzente, doch der Kern bleibt erschreckend vertraut: Eine junge Frau wird so lange gedemütigt und kontrolliert, bis ihre Wut nicht mehr zu übersehen ist.

Blut, Schweigen und ein leerer Blick reichen Brian De Palma schon in den ersten Minuten, um Carries Welt unangenehm nah wirken zu lassen. In Carrie: Des Satans jüngste Tochter (1976) wird Carrie White (Sissy Spacek) von ihren Mitschülerinnen gedemütigt und zu Hause von ihrer fanatisch religiösen Mutter Margaret White (Piper Laurie) kontrolliert. Als Carrie entdeckt, dass sie Gegenstände allein mit Gedanken bewegen kann, bekommt ihre jahrelange Ohnmacht plötzlich eine gefährliche Gegenkraft. Der Abschlussball, auf dem ein grausamer Streich eskaliert, wurde zu einer der bekanntesten Horrorszenen überhaupt. De Palma verbindet Coming of Age, religiösen Wahn und Teenagerhorror mit einer ungewöhnlich großen Portion Mitgefühl. Sissy Spacek spielt Carrie zugleich verletzlich und unheimlich, während Piper Laurie jede Begegnung mit ihrer Tochter in einen Machtkampf verwandelt. Der Film machte Kings ersten Roman endgültig zum Popkulturphänomen.
Mehr als zwanzig Jahre später setzt Carrie 2: Die Rache (1999) nicht noch einmal am Anfang an, sondern erzählt tatsächlich weiter. Rachel Lang (Emily Bergl) lebt am Rand ihrer Highschoolwelt und gerät ins Visier einer Schülergruppe, nachdem ihre beste Freundin Lisa Parker (Mena Suvari) nach einer Demütigung stirbt. Gleichzeitig entdeckt Rachel telekinetische Fähigkeiten, deren Ursprung sie lange nicht kennt. Sue Snell (Amy Irving), eine der wenigen Überlebenden aus dem ersten Film, erkennt schließlich die Verbindung zu Carrie und wird damit zum direkten Bindeglied zwischen beiden Geschichten. Regisseurin Katt Shea verlegt den Stoff deutlich in die Teenagerkultur der späten Neunziger, behält aber das Muster aus Ausgrenzung, Demütigung und aufgestauter Wut bei. Besonders interessant ist, dass der Film kein Remake sein will, sondern Stephen Kings Welt um eine neue junge Frau erweitert und den ursprünglichen Schrecken als Trauma weiterleben lässt.

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Carrie
Carrie

Carrie

2002

Eine Fernsehverfilmung klingt zunächst nach der zahmeren Variante, doch Carrie (2002) interessiert sich auffallend stark für Stephen Kings ursprüngliche Erzählweise. Carrie White (Angela Bettis) wächst erneut unter der Kontrolle ihrer Mutter Margaret White (Patricia Clarkson) auf, wird in der Schule gedemütigt und entdeckt ihre telekinetischen Kräfte. Drehbuchautor Bryan Fuller erzählt große Teile der Geschichte über Verhöre und Rückblenden, wodurch die Katastrophe am Abschlussball von Anfang an wie ein Fall wirkt, den jemand rekonstruieren muss. Angela Bettis spielt Carrie spröder und fremder als frühere Versionen, was der Außenseiterin eine ganz eigene Unruhe gibt. Entscheidend ist jedoch das veränderte Ende: Diese Carrie überlebt. Der Fernsehfilm sollte damit den Weg für eine mögliche Serie öffnen, die Carries weiteres Leben verfolgt hätte. Dazu kam es nie, wodurch diese Fassung bis heute wie ein seltsames alternatives Kapitel der Geschichte wirkt.

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Carrie
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Carrie

2013

Als 2013 erneut Blut über das Ballkleid läuft, hat sich vor allem die Welt um Carrie verändert. Carrie (2013) besetzt Carrie White (Chloë Grace Moretz) mit einem bekannten Jungstar und macht aus dem Schulmobbing ein Problem des digitalen Zeitalters. Eine demütigende Szene in der Umkleide wird mit dem Smartphone gefilmt und weiterverbreitet, sodass Carries Scham nicht mehr im Raum bleibt, sondern praktisch überallhin folgt. Zu Hause verschärft Margaret White (Julianne Moore) den Druck mit religiösem Wahn und Selbstbestrafung. Regisseurin Kimberly Peirce erzählt Kings Geschichte wesentlich moderner, ohne ihren Kern auszutauschen: Eine junge Frau wird so lange kontrolliert, ausgelacht und verletzt, bis ihre plötzlich erwachte Macht alles zerstört. Chloë Grace Moretz spielt Carrie weniger entrückt als Sissy Spacek, dafür direkter und bewusster. Das macht diese Neuverfilmung zur deutlich zeitgenössischsten Kinofassung des Stoffes.

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Carrie
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Carrie

2026

Nun bekommt Stephen Kings Geschichte erstmals den Platz einer ganzen Serie. Carrie (2026) stellt Carrie White (Summer H. Howell) erneut an den Rand ihrer Schule, doch Mike Flanagan erweitert den Stoff auf acht Episoden und verankert die Demütigungen noch stärker in einer Gegenwart, in der ein viraler Skandal ein ganzes Leben bestimmen kann. Margaret White (Samantha Sloyan) bleibt dabei die religiös besessene Mutter, deren Kontrolle Carries Zuhause kaum sicherer macht als den Schulalltag. Der Trailer deutet an, dass Flanagan weniger an einer bloßen Wiederholung der bekannten Schlüsselszenen interessiert ist als an dem langen Weg dorthin. Das passt zu einem Roman, der schon immer davon lebte, wie viele kleine Grausamkeiten sich zu einer Katastrophe addieren. Alle acht Folgen erscheinen am 7. Oktober 2026 bei Prime Video und machen die Serie zum neuesten Kapitel der mittlerweile fünfzigjährigen Adaptionsgeschichte.

Über diese Liste

Titel

5

Gesamtkosten fürs Ansehen

8,99 €

Gesamtlaufzeit

14h 7min

Genres

Horror, Mystery & Thriller, Drama

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Auf dieser Liste befinden sich 5 Titel und du kannst 5 von ihnen auf Amazon Prime Video anschauen. 2 weitere Streamingdienste haben aktuell ebenfalls einige der Titel im Angebot.

  1. 5 TitelAmazon Prime Video
  2. 5 TitelAmazon Prime Video with Ads
  3. 1 TitelMagenta TV+