Vor „Blade Runner 2099“: Diese 6 Titel musst du gesehen haben

Vor „Blade Runner 2099“: Diese 6 Titel musst du gesehen haben

Veröffentlicht am17. September 2026

Aktualisiert am17. September 2026

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Fünf Jahrzehnte nach dem letzten großen Kapitel öffnet sich Los Angeles wieder für Regen, Neonlicht und Menschen, die vielleicht gar keine Menschen sind. Blade Runner 2099 (2026) startet am 25. November 2026 bei Prime Video und setzt die Geschichte weit nach den bisherigen Ereignissen fort. Wer Michelle Yeoh und Hunter Schafer in dieser Welt nicht völlig orientierungslos begegnen möchte, muss allerdings nicht durch ein endloses Franchise arbeiten. Zwei Kinofilme, drei Kurzfilme und eine Animationsserie zeigen bereits, wie aus einer Zukunftsvision von 2019 eine Gesellschaft wurde, in der Replikanten verboten, zurückgeholt und erneut zur politischen Frage gemacht wurden. Dazwischen liegen ein verheerender Stromausfall, der Aufstieg eines neuen Konzerns und mehrere Versuche, künstliches Leben wieder unter Kontrolle zu bringen. Bis zum Jahr 2099 vergeht also viel mehr als nur Zeit. Die Machtverhältnisse verändern sich gleich mehrfach.

1. Der Blade Runner (1982)

Los Angeles im Jahr 2019 wirkt wie eine Stadt, die längst vergessen hat, wie Tageslicht aussieht. Rick Deckard (Harrison Ford) soll vier entflohene Replikanten aufspüren und töten, obwohl er diesen Job eigentlich hinter sich gelassen hat. Erst im Verlauf von Der Blade Runner (1982) wird klar, wie brüchig die Grenze ist, auf der dieser Auftrag beruht. Roy Batty (Rutger Hauer) kämpft nicht einfach gegen seine Verfolger, sondern gegen die kurze Lebensspanne, die ihm ein Konzern vorgegeben hat. Rachael (Sean Young) wiederum muss begreifen, dass selbst ihre Erinnerungen konstruiert wurden. Ridley Scotts Film legt damit das moralische Fundament der gesamten Reihe. Was macht einen Menschen aus, wenn ein künstlich geschaffenes Wesen Angst, Sehnsucht und Todesbewusstsein besitzt? Diese Frage bleibt auch Jahrzehnte später ungelöst und macht den Film zum unverzichtbaren Ausgangspunkt.

2. Blade Runner 2022 - Blackout (2017)

Was zwischen den beiden Kinofilmen passiert, beginnt mit einer Katastrophe, die Blade Runner 2022 - Blackout (2017) in nur wenigen Minuten entfesselt. Drei Jahre nach Deckards Jagd versuchen Trixie und Iggy, digitale Datenbestände zu vernichten und Replikanten aus der totalen Kontrolle zu befreien. Ihr Anschlag löst einen gewaltigen Stromausfall aus, zerstört Archive, schwächt die Tyrell Corporation und verschärft die gesellschaftliche Angst vor künstlichem Leben. Regisseur Shinichirō Watanabe behandelt dieses Ereignis trotzdem nicht wie nachgereichte Franchise Buchhaltung. Hinter der explosiven Action steckt persönliche Verzweiflung, und der politische Umbruch bekommt dadurch ein menschliches Gewicht. Wer später verstehen will, weshalb Replikanten verboten werden und ganze Teile der Vergangenheit im Dunkeln liegen, findet hier den entscheidenden Übergang zwischen der Welt von 2019 und den Jahrzehnten danach.

3. Blade Runner: Black Lotus (2021)

Eine junge Frau wacht in Los Angeles auf und weiß weder, wem sie vertrauen kann, noch warum sie über Fähigkeiten verfügt, die sie selbst erschrecken. Ihre Suche nach der eigenen Vergangenheit führt immer tiefer in ein Machtgefüge, in dem Replikanten längst wieder als Ware behandelt werden. Gleichzeitig trägt die Stadt noch deutlich die Folgen des Blackouts. Genau in diesem Zwischenzustand spielt Blade Runner: Black Lotus (2021), das sich mit 13 Episoden mehr Zeit nimmt als die drei Kurzfilme. Besonders wichtig wird die Familie Wallace, deren Einfluss später die Produktion neuer Replikanten bestimmen soll. Die Computeranimation unterscheidet sich optisch deutlich von Ridley Scotts und Denis Villeneuves Kinofilmen, thematisch bleibt die Serie jedoch nah bei ihnen. Erinnerung, Identität und Selbstbestimmung werden hier nicht abstrakt verhandelt, sondern zu einer sehr persönlichen Bedrohung.

4. Blade Runner 2036 - Nexus Dawn (2017)

Niander Wallace (Jared Leto) braucht keine große Bühne, um zu zeigen, wie sehr sich die Machtverhältnisse verändert haben. In Blade Runner 2036 - Nexus Dawn (2017) tritt er vor Entscheidungsträger und präsentiert ihnen ein neues Nexus 9 Modell, das vollkommen gehorsam sein soll. Nach Jahren des Verbots ist genau dieses Versprechen politisch entscheidend. Wallace beweist den behaupteten Gehorsam auf eine Weise, die zugleich deutlich macht, wie wenig ihn das Leben seiner eigenen Schöpfungen interessiert. Der nur sechs Minuten lange Kurzfilm erklärt damit, weshalb Replikanten überhaupt wieder legal werden können. Zugleich etabliert er Wallace als Mann, der künstliches Leben ausschließlich als kontrollierbare Ressource betrachtet. Die sterile Inszenierung passt perfekt zu diesem Machtanspruch und macht aus einer kurzen Präsentation einen wichtigen Baustein auf dem Weg ins Jahr 2049.

5. Blade Runner 2048 - Nowhere to Run (2017)

Eigentlich möchte Sapper Morton (Dave Bautista) nur Lebensmittel kaufen und anschließend wieder verschwinden. Doch eine kleine Provokation genügt, damit seine Tarnung ins Wanken gerät und seine enorme körperliche Kraft zum Problem wird. Darin liegt die Stärke von Blade Runner 2048 - Nowhere to Run (2017): Der sechsminütige Kurzfilm erzählt keinen gewaltigen historischen Umbruch, sondern zeigt die alltägliche Gefahr, unter der ein Replikant selbst nach der Rückkehr in die Legalität lebt. Sapper hält sich aus Konflikten heraus und zeigt Mitgefühl in einer Gesellschaft, die ihm genau diese Menschlichkeit kaum zugesteht. Als er schließlich eingreifen muss, kann seine Identität nicht länger sicher verborgen bleiben. Damit führt die Geschichte unmittelbar zu Ks späterem Besuch bei ihm und gibt dem Beginn von Blade Runner 2049 zusätzlichen emotionalen Unterbau.

6. Blade Runner 2049 (2017)

Mit Blade Runner 2049 (2017) kehrt diese Welt nach 35 Jahren ins Kino zurück, ohne sich auf bekannte Bilder und Namen zu verlassen. Denis Villeneuve führt die alten Fragen weiter und verschärft sie durch K (Ryan Gosling), einen Blade Runner, der selbst ein Replikant ist. Bei einem Routineeinsatz stößt er auf ein Geheimnis, das die bestehende Ordnung erschüttern könnte und ihn schließlich zu Rick Deckard führt. Gleichzeitig versucht Niander Wallace, künstliche Fortpflanzung unter seine Kontrolle zu bringen. Damit verändert sich auch der zentrale Konflikt der Reihe. Es geht nicht mehr nur darum, ob Replikanten menschlich fühlen können, sondern was geschieht, wenn sie biologisch nicht länger vollständig von Menschen abhängig sind. Für Blade Runner 2099 ist das der wichtigste Ausgangspunkt, denn die neue Serie setzt 50 Jahre später an.

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Der Blade Runner
Der Blade Runner

Der Blade Runner

1982

Los Angeles im Jahr 2019 wirkt wie eine Stadt, die längst vergessen hat, wie Tageslicht aussieht. Rick Deckard (Harrison Ford) soll vier entflohene Replikanten aufspüren und töten, obwohl er diesen Job eigentlich hinter sich gelassen hat. Erst im Verlauf von Der Blade Runner (1982) wird klar, wie brüchig die Grenze ist, auf der dieser Auftrag beruht. Roy Batty (Rutger Hauer) kämpft nicht einfach gegen seine Verfolger, sondern gegen die kurze Lebensspanne, die ihm ein Konzern vorgegeben hat. Rachael (Sean Young) wiederum muss begreifen, dass selbst ihre Erinnerungen konstruiert wurden. Ridley Scotts Film legt damit das moralische Fundament der gesamten Reihe. Was macht einen Menschen aus, wenn ein künstlich geschaffenes Wesen Angst, Sehnsucht und Todesbewusstsein besitzt? Diese Frage bleibt auch Jahrzehnte später ungelöst und macht den Film zum unverzichtbaren Ausgangspunkt.
Was zwischen den beiden Kinofilmen passiert, beginnt mit einer Katastrophe, die Blade Runner 2022 - Blackout (2017) in nur wenigen Minuten entfesselt. Drei Jahre nach Deckards Jagd versuchen Trixie und Iggy, digitale Datenbestände zu vernichten und Replikanten aus der totalen Kontrolle zu befreien. Ihr Anschlag löst einen gewaltigen Stromausfall aus, zerstört Archive, schwächt die Tyrell Corporation und verschärft die gesellschaftliche Angst vor künstlichem Leben. Regisseur Shinichirō Watanabe behandelt dieses Ereignis trotzdem nicht wie nachgereichte Franchise Buchhaltung. Hinter der explosiven Action steckt persönliche Verzweiflung, und der politische Umbruch bekommt dadurch ein menschliches Gewicht. Wer später verstehen will, weshalb Replikanten verboten werden und ganze Teile der Vergangenheit im Dunkeln liegen, findet hier den entscheidenden Übergang zwischen der Welt von 2019 und den Jahrzehnten danach.

Eine junge Frau wacht in Los Angeles auf und weiß weder, wem sie vertrauen kann, noch warum sie über Fähigkeiten verfügt, die sie selbst erschrecken. Ihre Suche nach der eigenen Vergangenheit führt immer tiefer in ein Machtgefüge, in dem Replikanten längst wieder als Ware behandelt werden. Gleichzeitig trägt die Stadt noch deutlich die Folgen des Blackouts. Genau in diesem Zwischenzustand spielt Blade Runner: Black Lotus (2021), das sich mit 13 Episoden mehr Zeit nimmt als die drei Kurzfilme. Besonders wichtig wird die Familie Wallace, deren Einfluss später die Produktion neuer Replikanten bestimmen soll. Die Computeranimation unterscheidet sich optisch deutlich von Ridley Scotts und Denis Villeneuves Kinofilmen, thematisch bleibt die Serie jedoch nah bei ihnen. Erinnerung, Identität und Selbstbestimmung werden hier nicht abstrakt verhandelt, sondern zu einer sehr persönlichen Bedrohung.

Niander Wallace (Jared Leto) braucht keine große Bühne, um zu zeigen, wie sehr sich die Machtverhältnisse verändert haben. In Blade Runner 2036 - Nexus Dawn (2017) tritt er vor Entscheidungsträger und präsentiert ihnen ein neues Nexus 9 Modell, das vollkommen gehorsam sein soll. Nach Jahren des Verbots ist genau dieses Versprechen politisch entscheidend. Wallace beweist den behaupteten Gehorsam auf eine Weise, die zugleich deutlich macht, wie wenig ihn das Leben seiner eigenen Schöpfungen interessiert. Der nur sechs Minuten lange Kurzfilm erklärt damit, weshalb Replikanten überhaupt wieder legal werden können. Zugleich etabliert er Wallace als Mann, der künstliches Leben ausschließlich als kontrollierbare Ressource betrachtet. Die sterile Inszenierung passt perfekt zu diesem Machtanspruch und macht aus einer kurzen Präsentation einen wichtigen Baustein auf dem Weg ins Jahr 2049.
Aktuell kannst du Blade Runner 2036 - Nexus Dawn nicht streamen.
Wir benachrichtigen dich, sobald er verfügbar ist.

Eigentlich möchte Sapper Morton (Dave Bautista) nur Lebensmittel kaufen und anschließend wieder verschwinden. Doch eine kleine Provokation genügt, damit seine Tarnung ins Wanken gerät und seine enorme körperliche Kraft zum Problem wird. Darin liegt die Stärke von Blade Runner 2048 - Nowhere to Run (2017): Der sechsminütige Kurzfilm erzählt keinen gewaltigen historischen Umbruch, sondern zeigt die alltägliche Gefahr, unter der ein Replikant selbst nach der Rückkehr in die Legalität lebt. Sapper hält sich aus Konflikten heraus und zeigt Mitgefühl in einer Gesellschaft, die ihm genau diese Menschlichkeit kaum zugesteht. Als er schließlich eingreifen muss, kann seine Identität nicht länger sicher verborgen bleiben. Damit führt die Geschichte unmittelbar zu Ks späterem Besuch bei ihm und gibt dem Beginn von Blade Runner 2049 zusätzlichen emotionalen Unterbau.
Aktuell kannst du Blade Runner 2048 - Nowhere to Run nicht streamen.
Wir benachrichtigen dich, sobald er verfügbar ist.

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Blade Runner 2049
Mit Blade Runner 2049 (2017) kehrt diese Welt nach 35 Jahren ins Kino zurück, ohne sich auf bekannte Bilder und Namen zu verlassen. Denis Villeneuve führt die alten Fragen weiter und verschärft sie durch K (Ryan Gosling), einen Blade Runner, der selbst ein Replikant ist. Bei einem Routineeinsatz stößt er auf ein Geheimnis, das die bestehende Ordnung erschüttern könnte und ihn schließlich zu Rick Deckard führt. Gleichzeitig versucht Niander Wallace, künstliche Fortpflanzung unter seine Kontrolle zu bringen. Damit verändert sich auch der zentrale Konflikt der Reihe. Es geht nicht mehr nur darum, ob Replikanten menschlich fühlen können, sondern was geschieht, wenn sie biologisch nicht länger vollständig von Menschen abhängig sind. Für Blade Runner 2099 ist das der wichtigste Ausgangspunkt, denn die neue Serie setzt 50 Jahre später an.

Über diese Liste

Titel

6

Gesamtkosten fürs Ansehen

10,98 €

Gesamtlaufzeit

10h 8min

Genres

Mystery & Thriller, Science-Fiction, Action & Abenteuer

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Auf dieser Liste befinden sich 6 Titel und du kannst 2 von ihnen auf Crunchyroll Amazon Channel anschauen. 6 weitere Streamingdienste haben aktuell ebenfalls einige der Titel im Angebot.

  1. 2 TitelCrunchyroll Amazon Channel
  2. 1 TitelAmazon Prime Video
  3. 1 TitelAmazon Prime Video with Ads
  4. 1 TitelHBO Max Amazon Channel
  5. 1 TitelCrunchyroll

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