„Bezaubernde Jeannie“, „Dallas“ und mehr: Barbara Edens 10 besten Rollen

„Bezaubernde Jeannie“, „Dallas“ und mehr: Barbara Edens 10 besten Rollen

Veröffentlicht am01. September 2026

Aktualisiert am01. September 2026

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Mit 95 Jahren könnte Barbara Eden Hollywood längst nur noch vom Sofa aus kommentieren. Stattdessen gibt sie weiterhin Interviews, tritt bei Veranstaltungen auf und spricht über ihre Karriere mit einer Frische, die gut zu einer Frau passt, deren berühmteste Figur kaum still sitzen konnte. Am 23. August 2026 feierte die Schauspielerin ihren 95. Geburtstag.

Bis heute verbindet man sie vor allem mit dem blonden Flaschengeist Jeannie. In Die Rückkehr der bezaubernden Jeannie spielte sie die Rolle erstmals wieder; 1991 folgte ein zweiter Fernsehfilm. Doch Eden hatte bereits davor eine beachtliche Laufbahn und blieb auch danach jahrzehntelang präsent. Sie spielte an der Seite von Elvis Presley, bewies früh ihr komödiantisches Talent und stand später in Dallas wieder mit Larry Hagman vor der Kamera. Diese zehn Filme und Serien zeigen eine Karriere, in der ein einziger Welterfolg zwar alles veränderte, aber längst nicht die ganze Geschichte erzählt.

Eine Flasche am Strand reicht, und das Leben von Astronaut Tony Nelson (Larry Hagman) ist erledigt, zumindest was Ruhe und vernünftige Erklärungen betrifft. Aus ihr erscheint Jeannie (Barbara Eden), ein rund 2000 Jahre alter Flaschengeist, der Tony fortan mit bester Absicht und bemerkenswertem Talent für Chaos begleitet. Bezaubernde Jeannie (1965) lief fünf Staffeln und machte Eden weltweit berühmt, obwohl die Serie anfangs noch in Schwarzweiß gedreht wurde. Entscheidend ist ihre Mischung aus Unschuld, Sturheit, Witz und völlig selbstverständlicher Macht: Jeannie könnte fast jedes Problem mit einem Augenzwinkern lösen, schafft dadurch aber meistens drei neue. Eden erhielt für die Rolle zwei Golden-Globe-Nominierungen und blieb ihr auch Jahrzehnte später verbunden. Dass man bei ihrem Namen bis heute zuerst an verschränkte Arme und einen kleinen Kopfstoß denkt, ist eine ganz besondere Form von Unsterblichkeit.

Bevor aus dem Nichts eine Zauberflasche auftauchte, suchte Barbara Eden im Fernsehen nach einem reichen Ehemann. Als Loco Jones gehört sie in Wie angelt man sich einen Millionär? (1957) zu drei jungen Frauen, die in New York auf Wohlstand, Romantik und möglichst passende Männer hoffen. Die Serie übernahm die Grundidee der gleichnamigen Kinokomödie mit Marilyn Monroe, Lauren Bacall und Betty Grable, entwickelte daraus aber eigene Geschichten.

Für Eden war das weit mehr als ein früher Gastauftritt, denn sie spielte Loco über beide Staffeln hinweg. Schon hier trägt sie Comedy nicht nur über Pointen, sondern über Tempo, Gesichtsausdruck und eine sympathische Ahnungslosigkeit, die nie völlig naiv wirkt. Wer Eden nur als magisches Fernsehphänomen kennt, bekommt hier die hübsche Erinnerung daran, dass ihr komisches Timing schon vorhanden war, bevor Hollywood ihr übernatürliche Kräfte spendierte. 

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Flammender Stern
Flammender Stern

Flammender Stern

1960

Elvis Presley singt in diesem Western erstaunlich wenig, und Barbara Eden bekommt ebenfalls keine Aufgabe als dekoratives Anhängsel. Flammender Stern (1960) erzählt von Pacer Burton (Elvis Presley), dem Sohn einer weißen Siedlerfamilie und einer Kiowa-Mutter, der zwischen zwei Gemeinschaften gerät, als die Gewalt an der Grenze eskaliert. Eden spielt Roslyn Pierce, die mit Pacers Bruder Clint Burton (Steve Forrest) verbunden ist und damit mitten in eine Geschichte gerät, die deutlich ernster ausfällt als viele Presley-Filme jener Jahre. Regisseur Don Siegel behandelt Rassismus, Zugehörigkeit und familiäre Loyalität ohne musikalische Dauerablenkung. Für Eden war der Film eine frühe Gelegenheit, sich in einem großen Studioprojekt neben einem Superstar zu behaupten. Und für Presley-Fans ist es bis heute eine der Rollen, bei denen man merkt, dass der Mann tatsächlich schauspielern konnte.

Unter Wasser sitzt Barbara Eden diesmal nicht herum und wartet auf den nächsten Gag, sondern gleich auf das mögliche Ende der Welt. In Unternehmen Feuergürtel (1961) reist Lt. Cathy Connors (Barbara Eden) an Bord des atomgetriebenen U-Boots Seaview, dessen Besatzung einen brennenden Strahlungsgürtel stoppen soll, bevor sich die Erde weiter aufheizt. Admiral Harriman Nelson (Walter Pidgeon) will dafür eine Atomrakete einsetzen, während Dr. Susan Hiller (Joan Fontaine) an seinem Plan zweifelt. Regisseur Irwin Allen, später berühmt für große Katastrophenspektakel, packt Wissenschaft, Panik und Abenteuerlust in ein wunderbar ernst gemeintes Szenario. Eden bekommt hier keine Comedy-Komfortzone, sondern spielt innerhalb eines Ensembles, zu dem auch Peter Lorre gehört. Der Film erinnert daran, wie selbstverständlich sie vor ihrem Sitcom-Durchbruch zwischen Western, Science-Fiction und Studiounterhaltung wechselte.

Ein chinesischer Wanderzirkus rollt in eine staubige Kleinstadt, und plötzlich sieht dort niemand mehr ganz so sicher aus wie vorher. In Der mysteriöse Dr. Lao (1964) bringt Dr. Lao (Tony Randall) mit Magie, Illusionen und mehreren höchst ungewöhnlichen Erscheinungen die Bewohner dazu, sich selbst etwas genauer anzusehen. Angela Benedict (Barbara Eden) ist eine verwitwete Bibliothekarin, die sich gegen den rücksichtslosen Geschäftsmann Clint Stark (John Ericson) behaupten muss und dabei auch persönlich aus ihrer Zurückhaltung findet. Tony Randall spielt gleich mehrere Rollen, was dem Film seinen verspielten, fast märchenhaften Ton gibt. Eden hält sich dagegen angenehm zurück und verankert das Fantastische in einer menschlichen Geschichte. Zwischen Westernkulisse, Zirkuszauber und moralischer Fabel wirkt der Film heute herrlich eigenwillig. Als Station in Edens Karriere zeigt er außerdem, wie gut ihr Fantasy schon vor ihrer berühmtesten Rolle stand.
Ausgerechnet ein männlicher Flaschengeist kreuzte Barbara Edens Weg, bevor sie selbst zum bekanntesten Flaschengeist des Fernsehens wurde. Mein Zimmer wird zum Harem (1964) folgt dem Architekten Harold Ventimore (Tony Randall), der eine alte Messingflasche kauft und daraus den jahrhundertealten Fakrash (Burl Ives) befreit. Der Geist will sich dankbar zeigen, verwandelt Harolds modernes Leben aber mit Palästen, Kamelen und sehr traditionellen Vorstellungen von Glück in ein vollständiges Durcheinander. Eden spielt Harolds Verlobte Sylvia Kenton, die verständlicherweise zunehmend Zweifel an ihrem zukünftigen Ehemann bekommt. Das eigentlich Kuriose kam erst danach, denn der Film gehörte zu den Inspirationen für die Sitcom, die Eden ein Jahr später zum Star machte. Damit besitzt diese harmlose Fantasykomödie im Rückblick fast etwas Prophetisches. Hollywood musste nur noch entscheiden, dass Eden auf die andere Seite der Flasche gehörte.
Sonne, Hawaii und ein paar gut gebaute Surfer klingen zunächst nach ziemlich sorgloser Unterhaltung, doch Surfen auf Leben und Tod (1964) nimmt seine Wellen überraschend ernst. Drei Freunde reisen an die North Shore, um sich mit den großen Brechern anzulegen, während sich nebenbei natürlich auch Romanzen entwickeln. Barbara Eden spielt Augie Poole, die auf den ehrgeizigen Steamer Lane (Tab Hunter) trifft. Shelley Fabares ist als Brie Matthews (Shelley Fabares) dabei, Fabian spielt Jody Wallis (Fabian). Anders als viele Strandfilme der Zeit setzt der Film stärker auf echtes Surfmaterial und weniger auf pausenlose Popnummern. Für Eden ist er eine wunderbar zeittypische Momentaufnahme kurz vor ihrem großen Fernsehdurchbruch. Der Titel bekam 2026 noch einmal einen bittersüßen Nachhall, als Eden nach dem Tod von Fabares öffentlich an die gemeinsame Drehzeit auf Hawaii erinnerte. 
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Mit einem Elternbrief beginnt hier ein Kleinkrieg, und Barbara Eden darf endlich wieder zeigen, wie unterhaltsam gepflegte Empörung sein kann. In Die Rache der blonden Hexe (1978) erhält Stella Johnson (Barbara Eden) über ihre Tochter Dee Johnson (Susan Swift) eine Beschwerde des örtlichen Elternbeirats. Die selbstgerechten Mitglieder halten Stellas Kleidung, Lebensstil und Umgang mit Männern für ungeeignet und drohen, Dee aus der Schule zu werfen. Stella reagiert nicht mit einem schuldbewussten Knicks, sondern untersucht lieber, wie moralisch ihre Kritiker selbst leben. Der Film basiert auf dem Country-Hit „Harper Valley P.T.A.“ und wurde für Eden zu einem zweiten großen Comedy-Standbein. 1981 übernahm sie Stella erneut in einer gleichnamigen Fernsehserie, die zwei Staffeln umfasste. Jeannie konnte zaubern, Stella brauchte dafür nur Informationen, Selbstbewusstsein und eine ausgesprochen gute Retourkutsche.
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Dallas
Dallas

Dallas

1978

J.R. Ewing dürfte beim Wiedersehen mit Barbara Eden kurz gehofft haben, dass wenigstens keine Flasche in der Nähe steht. In Dallas (1978) tritt sie ab 1990 als LeeAnn De La Vega auf, eine reiche Geschäftsfrau mit Vergangenheit und einer offenen Rechnung mit J.R. Ewing (Larry Hagman). Er kann sich zunächst nicht einmal an sie erinnern, was seine Lage nicht unbedingt verbessert. LeeAnn hat Geld, Einfluss und genug Geduld, um ihre Rache nicht überstürzt anzulegen. Für das Publikum steckte in diesen fünf Folgen natürlich ein zusätzlicher Spaß, denn Hagman und Eden hatten Jahrzehnte zuvor eines der bekanntesten TV-Paare der Sechziger gebildet. Diesmal ist die Rollenverteilung deutlich weniger gemütlich. Eden darf kühl, kontrolliert und gefährlich am Ewing-Imperium rütteln. Das Wiedersehen funktioniert deshalb nicht nur als Nostalgie, sondern als ziemlich pfiffige Umkehrung ihrer gemeinsamen Fernsehgeschichte.
Magie hatte Barbara Eden im Fernsehen längst im Griff, als sie Anfang der 2000er noch einmal bei einer jungen Hexe vorbeischaute. In Sabrina - total verhext! (1996) spielt sie ab 2002 Großtante Irma, die gefürchtete Matriarchin der Familie Spellman. Schon bei ihrem ersten Besuch nimmt sie Harvey Kinkle (Nate Richert) ins Verhör, weil der Sterbliche weiß, dass Sabrina Spellman (Melissa Joan Hart) eine Hexe ist. Später versucht Irma sogar, Sabrina mit einem Hexer zu verheiraten, und vor der geplanten Hochzeit mit Aaron Jacobs (Dylan Neal) muss die Großtante ebenfalls mitreden. Eden ist insgesamt in drei Folgen zu sehen und spielt keine Jeannie-Kopie, sondern eine herrlich autoritäre Verwandte. Gerade deshalb funktioniert der Gastauftritt. Eine Schauspielerin, die Fernsehmagie einst selbst geprägt hat, darf hier plötzlich darüber entscheiden, ob andere sie regelkonform benutzen.

Über diese Liste

Titel

10

Gesamtkosten fürs Ansehen

173,20 €

Gesamtlaufzeit

434h 48min

Genres

Komödien, Drama, Fantasy

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Auf dieser Liste befinden sich 10 Titel und du kannst 1 von ihnen auf RTL+ anschauen. 6 weitere Streamingdienste haben aktuell ebenfalls einige der Titel im Angebot.

  1. 1 TitelRTL+
  2. 1 TitelRTL+ Max Amazon Channel
  3. 1 TitelParamount Plus
  4. 1 TitelJoyn
  5. 1 TitelPluto TV