Marvel erweitert den „Avengers: Doomsday“-Cast um ein Kind – Fans glauben zu wissen, warum

Marvel erweitert den „Avengers: Doomsday“-Cast um ein Kind – Fans glauben zu wissen, warum

Nora Henze
Nora Henze

Veröffentlicht am 10. Juni 2026

Aktualisiert am 10. Juni 2026

Marvel hat in den vergangenen Monaten gezeigt, wie professionell das Studio inszenieren kann, wenn es um Cast-Ankündigungen geht. Stundenlange Livestreams mit beschrifteten Stühlen, Trailer-Drops und gezielt platzierte Branchen-Stories zu jedem neuen Namen gehören längst zum Standard. 

Pacino Khan, ein Kind, und gerade leise zur Besetzung von Avengers: Doomsday (2026) hinzugefügt, hat nichts davon bekommen. Sein Name steht in einem IMDb-Eintrag und sonst nirgendwo. Für einen Konzern, der jeden Auftritt durchgetaktet kommuniziert, ist das die eigentliche Nachricht.

Was Marvels Schweigen bedeuten könnte

Wenige Wochen vorher wurde Sadie Sink für Avengers: Doomsday und Avengers: Secret Wars (2027) aufwendig angekündigt, samt Spekulationen über ihre Rolle in Spider-Man: Brand New Day (2026), der am 30. Juli 2026 in den deutschen Kinos startet. Beim Cast-Reveal im März 2026 setzten die Russo-Brüder fast vierzig Stars in einen Livestream-Saal, jeden mit Namensschild auf dem Stuhl und jeder für die nächste Schlagzeile geeignet. In so einem Apparat verschwindet niemand zufällig. Wenn ein Kinderschauspieler stattdessen über eine offene Datenbank durchsickert, die jeder bearbeiten kann, ist das entweder ein Versehen, das man sich bei einem Marvel-Großprojekt schwer vorstellen kann, oder eine bewusste Entscheidung. Bewusst dürfte heißen: Die Rolle ist zu zentral, um sie zu bestätigen, aber zu wichtig, um sie komplett aus dem Cast herauszuhalten.

Alle Spuren führen zu Franklin Richards

Wer The Fantastic Four: First Steps (2025) gesehen hat, kennt den wahrscheinlichsten Grund. Reed Richards und Sue Storm bekommen darin einen Sohn: Franklin, der schon als Baby Kräfte zeigt, die ganze Sonnensysteme umsortieren können. Nach dem eigentlichen Filmende, in einer Mid-Credit-Szene vier Jahre später, kniet plötzlich eine Gestalt im grünen Umhang vor dem kleinen Jungen im Baxter Building. In der Hand hält sie Doctor Dooms silberne Maske. Damit war die Konfrontation zwischen Doom und Reed Richards’ Sohn etabliert, lange bevor Doomsday überhaupt in den Kinos läuft.

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Ein zehn- bis dreizehnjähriger Schauspieler im Cast passt jetzt fast zu gut in dieses Set-up, um Zufall zu sein. Doomsday spielt nach den Ereignissen von First Steps. Der Vier-Jahres-Sprung der Post-Credit-Szene würde Franklin auf etwa das Alter bringen, das Marvel laut bisheriger Casting-Berichte gesucht haben soll. Eine TikTok-Veröffentlichung aus der Russo-Produktionsfirma zeigte zusätzlich Schaufensterpuppen mit Doomsday-Kostümen, eines davon eindeutig in der Größe eines älteren Kindes. Bestätigt ist davon nichts, das muss man betonen. In Marvel-Foren und auf X hat sich aus diesen Indizien trotzdem innerhalb von Stunden die Theorie verfestigt, dass Pacino Khan den älteren Franklin spielt.

Marvels Schweigen verrät mehr als jede Pressemitteilung

Franklin Richards ist in den Comics ein sogenannter Omega-Level-Mutant, also einer der mächtigsten Charaktere des gesamten Marvel-Kosmos, mit Fähigkeiten, die Universen erschaffen können. Vor allem in der „Secret Wars“-Comic-Vorlage von 2015 spielt er die Rolle, die alles wieder zusammensetzt, nachdem das Multiversum kollabiert ist. Für ein MCU, das in diese Richtung läuft und mit Avengers: Secret Wars am 15. Dezember 2027 abschließt, ist Franklin damit weit mehr als ein Sidekick. Er könnte der Charakter sein, an dem die nächste Saga hängt.

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Das könnte auch erklären, warum kein Marvel-Marketing-Statement zu Pacino Khan kommt. Ein offizielles „Pacino Khan spielt Franklin Richards“ würde sofort beantworten, was die Mid-Credit-Szene aufgemacht hat, würde die Logik von Doomsday offenlegen und das Set-up für Secret Wars zur Hälfte verraten. Im direkten Vergleich wird diese Stille noch greifbarer. Robert Downey Jr. als Doctor Doom ist der lauteste Casting-Coup, den das Studio je gestemmt hat, mit Comic-Con-Bombast angekündigt und seitdem über Monate mit Trailern und Spekulationen am Köcheln gehalten. Der andere in derselben Mid-Credit-Szene, der nach allem, was bekannt ist, der eigentliche Grund für die ganze Multiverse-Geschichte sein dürfte, bekommt dagegen nur eine Datenbankzeile.

Bis kurz vor dem Kinostart am 16. Dezember 2026 dürfte der Name in dieser Grauzone bleiben. Wer The Fantastic Four: First Steps nachgeholt hat, kennt die Maskenszene und ahnt, worauf Doomsday hinausläuft. Was sich jetzt schon beobachten lässt, ist, wie konsequent Marvels Marketing leise wird, sobald es um den Charakter geht, der Dooms Auftritt überhaupt erst Bedeutung gibt.

Dies ist ein kommender Film der sechsten Phase des Marvel Cinematic Universe (MCU) und Teil der Multiversum-Saga. Die Handlung wird noch bekannt gegeben.
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Reed Richards aka Mister Fantastic, Sue Storm aka Invisible Woman, Johnny Storm aka Human Torch und Ben Grimm aka The Thing sind allesamt als Superhelden mit außergewöhnlichen Kräften ausgestattet und gewissermaßen eine große Familie. Doch genau diese Familienbande wird auf ihre bisher größte Probe gestellt, als der mysteriöse Weltraumgott Galactus auf den Plan tritt, der es auf die Erde abgesehen hat. Partner in Crime von Galactus ist dabei Silver Surfer, die ihm dabei helfen soll, dem Planeten und allem Leben darauf den Garaus zu machen. Darüber hinaus werden die Fantastic Four auch mit sich selbst und den Differenzen untereinander konfrontiert. Die müssen natürlich erst mal überwunden werden, bevor die fantastische Familie Galactus und Silver Surfer wirklich geschlossen entgegentreten kann.

Über diese Liste

Titel

2

Gesamtkosten fürs Ansehen

3,49 €

Gesamtlaufzeit

4h 41min

Genres

Action & Abenteuer, Science-Fiction

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