
Die 10 besten Filme und Serien mit Anya Taylor-Joy im Ranking
Kaum 19 Jahre alt war Anya Taylor-Joy, als sie in Robert Eggers‘ gefeiertem Debütfilm The Witch (2015) die Hauptrolle übernahm – und diese verlangte ihr einiges ab: Als der Hexerei beschuldigte Tochter einer puritanischen Familie im 17. Jahrhundert vermittelte Taylor-Joy glaubhaft Angst, Verzweiflung und Trauer in diesem psychologischen Horrorfilm und blieb durch ihr so überzeugendes Minenspiel im Gedächtnis. Ebendieses setzte sie auch in M. Night Shyamalans Split (2016) ein und zeigte darin auch, wie gut sie die ungeahnte Tiefe einer schmerzhaften Backstory in ihr Spiel integrieren kann.
Mit Filmen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, stellte Anya Taylor-Joy in den darauffolgenden Jahren ihre schauspielerische Bandbreite unter Beweis: Sie brillierte in der leichtfüßigen Jane Austen-Adaption Emma. (2020) ebenso wie als Actionheldin in Furiosa: A Mad Max Saga (2024). Filmen mit düsterer Note wie Edgar Wrights Last Night in Soho (2021) und dem Helden-Epos The Northman (2022) verlieh sie durch ihre ätherische Präsenz zusätzlichen Glanz. Dennoch ließ sie sich nicht auf ein Genre festlegen: So war Taylor-Joy auch in Serien wie Peaky Blinders (2013) und Das Damengambit (2020) zu sehen und ließ es sich nicht nehmen, Prinzessin Peach im Animations-Abenteuer Der Super Mario Bros. Film (2023) ihre Stimme zu leihen. Damit hat die 1996 geborene Anya Taylor-Joy schon eine beachtliche Filmographie vorzuweisen, aus der wir euch im Folgenden ein Top10-Ranking präsentieren.
#10 The Gorge
Die Sci-Fi-Action-Romanze The Gorge (2025) präsentierte mit der zentralen Mission der Überwachung einer mysteriösen Schlucht durch zwei entgegengesetzt postierte Scharfschützen eine interessante Prämisse. Ob diese in dem teils arg hervorsehbarem Genre-Mix tatsächlich aufging, darüber gingen die Meinungen unter Zuschauern und Kritikern auseinander. Wohl aber waren sich die meisten einig, dass Anya Taylor-Joy hier an der Seite von Miles Teller eine beachtliche Performance ablieferte, in der sich beherzte Kampfeinsätze mit einer flirtiven Verspieltheit die Waage hielten und zu der sich langsam entspinnenden Liebesgeschichte beitrugen.
#9 Emma.
Dass Anya Taylor-Joy trotz ihrer Erfahrung mit Rollen in düsteren Dramen und Horrorfilmen auch das Komödiantische liegt, bewies sie in Autumn de Wildes Jane Austen-Adaption Emma. (2020). Darin spielte Taylor-Joy die Titelfigur als von sich überzeugte, herzliche aber auch immer wieder fehlgeleitete Kupplerin und überzeugte mit leichtfüßigem Charme und nuancierter Emotionalität. Für Jane Austen-Fans ist diese Verfilmung ein Muss und gibt gemeinsam mit Clueless (1996) und Douglas McGraths Emma (1996) sehenswerten Stoff für einen romanzentrierten Filmabend her.
#8 The Menu
Die schwarze Komödie The Menu (2022) befasst sich mit den prätentiösen Aspekten der Haute Cuisine und zielt sozialkritisch auf eine enthobene elitäre Klientel ab. Zu dieser gehört Anya Taylor-Joy als aus dem Arbeitermilieu stammende Margot eindeutig nicht und fällt entsprechend durch ihre scharfzüngigen Kommentare dem von Ralph Fiennes gespielten Star-Koch auf. Gleichermaßen beweist Taylor-Joy hier mit ihrer so dezidierten Darbietung, dass sie es mit einem schauspielerischen Schwergewicht wie Ralph Fiennes aufnehmen kann. Damit wird The Menu zur Empfehlung für alle, die Sozialhierarchien hinterfragende Filme wie Der Schacht (2019), Parasite (2019) und Triangle of Sadness (2022) schätzen.
#7 Last Night in Soho
In Edgar Wrights Last Night in Soho (2021) ist es an Anya Taylor-Joy den Geist der ‚Swinging Sixties‘ zu verkörpern, für den sich die von Thomasin McKenzie gespielte Protagonistin so begeistert. Doch neben einem anfangs strahlenden Selbstbewusstsein bringt Taylor-Joy auch die für die Durchbrechung der idealisierten Projektionsfläche benötigte Verletzlichkeit und schließlich auch Abgründigkeit in diese Rolle. Last Night in Soho entwickelt sich dank Anya Taylor-Joys hintergründiger Präsenz zu einem spannenden und nachdenklichen Psycho-Horror und einer interessanten Gegenüberstellung der gesellschaftlichen Schattenseiten zweier Dekaden.
#6 Vollblüter
Im Zentrum des eleganten, unberechenbaren und schwarzhumorigen Psycho-Thrillers Vollblüter (2018) bildet Anya Taylor-Joy gemeinsam mit Olivia Cooke ein Freundschaftspaar, dessen Intelligenz und Kaltblütigkeit anderen zum Verhängnis wird. Als kalkulierte und unnahbare Teenagerin erscheint Anya Taylor-Joy in dieser Rolle, lässt aber doch hin und wieder kunstvoll etwas Sanftheit und Sympathie hervorblinzeln, die sich blitzschnell wieder in Distanziertheit verwandelt. Dieses changierende Spiel erhebt Vollblüter gemeinsam mit Cookes ebenso brillanter Performance zu einem nicht nur stylishen, sondern auch hintergründigen Teenie-Thriller, der sich wie eine distinguiertere Version vom 80er-Kultfilm Heathers (1988) anfühlt.
#5 The Northman
Historisches und Sagenhaftes vermischte Regisseur Robert Eggers in The Northman (2022) zu einem gewaltigen Epos um den von Alexander Skarsgård gespielten Wikingerkönigssohn Amleth. Bei seinem Kampf um den ihm entrissenen Thron lernt er die slawische Sklavin Olga vom Birkenwald kennen, die von Anya Taylor-Joy gespielt wird. Trotz der sich zwischen den beiden entwickelnden Liebesgeschichte spielt Taylor-Joy aber hier vier mehr als die Frau an der Seite eines Helden: Beherzt, gerissen und zugleich von ätherischer Schönheit ist ihre Olga und bildet damit einen willkommenen Gegenpart zu Amleths brutaler Tollkühnheit – ebenso wie The Northman als etwas sanftmütigere Gegenstück zu Walhalla Rising (2009) betrachtet werden kann.
#4 Split
Zu Beginn von M. Night Shyamalans Psycho-Horror Split (2016) scheint die von Anya Taylor-Joy gespielte Teenagerin Casey genauso wie die zwei anderen Mädchen, mit denen sie entführt wird, als leichte Beute. Doch bald schon erkennt sie als einzige, was es mit dem Entführer auf sich hat: 23 Persönlichkeiten beherbergt dieser aufgrund einer dissoziativen Persönlichkeitsstörung in sich, darunter harmlose und brandgefährliche. Warum Casey diese schnell zu identifizieren weiß und bald ahnt, welche ihr bei der Flucht helfen können, lässt Anya Taylor-Joy wieder meisterhaft im Zusammenspiel mit entsprechenden Rückblenden in ihr Spiel einfließen: Der Angst ihrer Figur ist eine schmerzhafte Erfahrung und entsprechende Ahnung beigemischt, die sie zum Schluss authentisch über sich selbst hinauswachsen lässt. Ohne diese nuancierte Performance wäre James McAvoys vielgestaltige Performance in Split ebenso wie der Film selbst verblasst.
#3 Furiosa: A Mad Max Saga
Als Regisseur George Miller mit Mad Max: Fury Road (2015) endlich den vierten Teil der Mad Max-Saga herausbrachte, war der Jubel über die lustvolle Action sowie Tom Hardy und Charlize Theron in den Hauptrollen groß. Mit Furiosa: A Mad Max Saga (2024) legte Miller wieder einige Jahre später ein Prequel über die vormals von Theron verkörperte Imperatorin Furiosa vor, die diesmal von Anya Taylor-Joy verkörpert wurde. Auch hier wurde Action groß geschrieben und Taylor-Joy in diesem Endzeit-Szenario nur wenige Dialogzeilen zugedacht. Doch was sie nicht in Worten ausdrücken konnte, machte Taylor-Joy mit ihrer ausdrucksstarken Mimik wett und präsentierte sich sehr souverän in einer strapaziöse Heldinnenreise. Innerhalb dieser Tour de force vermittelt Taylor-Joy glaubhaft und mitreißend, woher der Biss der späteren Imperatorin stammte, wodurch sich Furiosa: A Mad Max Saga in diesem Ranking den dritten Platz erobert.
#2 The Witch
Fromm und gehorsam ist die von Anya Taylor-Joy gespielte Thomasin zu Beginn von The Witch (2015), doch ihre puritanische Familie kann sie damit nicht überzeugen: Als diese nach dem Umzug in die entlegene Einöde von New England im 17. Jahrhundert mehrere tragische Vorfälle erlebt, steht für sie Thomasin als Sündenbock fest. Die Ratlosigkeit, Verzweiflung und Verletztheit, die das junge Mädchen darüber empfindet, spielt Taylor-Joy in ihrem Spielfilmdebüt mit unfassbarer Überzeugungskraft und lässt das Publikum bis zum Schluss über ihr Schicksal in diesem historischen Horror mitfiebern. Kein Wunder, dass ihr The Witch einen frühen Durchbruch bescherte und zugleich wie eine Blaupause für Anya Taylor-Joys so feinfühlige Ausdrucksstärke wirkt, die sie bis heute immer weiter ausgefeilt hat.
#1 Das Damengambit
Noch viel mehr Raum für die erwähnte Ausdrucksstärke wurde Anya Taylor-Joy schließlich in der Miniserie Das Damengambit (2020) geboten. Die von ihr gespielte Beth Harmon steigt in den USA der 1960er unverhofft vom Waisenkind zur vielbestaunten Schachmeisterin auf. Taylor-Joy porträtiert diese interessante Figur als Hochbegabte, die trotz all ihrer Erfolge innerlich zu zerreißen droht, mit Einsamkeit und Ängsten zu kämpfen hat und diese mit Medikamenten und Alkohol zu behandeln versucht. Dabei zieht sie durch ihre fein abgestimmte Mischung aus Undurchdringbarkeit und Verletzlichkeit in den Bann dieser Protagonistin, der man bei all den Aufs und Abs in diesen sieben Episoden die Daumen drückt – ganz gleich, was man von Schach halten mag. Mit dieser fesselnden, nachhaltig im Gedächtnis bleibenden Darbietung verdient sich Das Damengambit einen ganz besonderen Platz in Anya Taylor-Joys beeindruckender Karriere und den ersten Platz in diesem Ranking.





























































