Die 5 Filme, über die nach den Oscars 2026 alle sprechen

Die 5 Filme, über die nach den Oscars 2026 alle sprechen

Markus Brandstetter
Markus Brandstetter

Veröffentlicht am 16. März 2026

Aktualisiert am 17. März 2026

So eine Trophäe ist natürlich eine schöne Sache – aber auch bei den Oscars 2026 gilt: Die eigentliche Währung ist Aufmerksamkeit. Wenn über einen Film gesprochen wird, bekommt er plötzlich ein zweites Leben. Zuschauer holen ihn nach, Streamingzahlen steigen, und Filme, die zuvor nur ein Arthouse-Publikum gesehen hat, landen plötzlich wieder mitten im popkulturellen Gespräch. Das müssen nicht nur die Gewinner des Abends sein – denn auch die Snubs und Verlierer des Abends bekommen jede Menge Aufmerksamkeit.

Das ist auch 2026 so. Aus diesem Grund schauen wir uns einmal genauer an, über welche fünf Filme nach den Oscars 2026 alle sprechen.

Der offensichtlichste Kandidat ist natürlich One Battle After Another. Paul Thomas Andersons Film gewann sechs Oscars, darunter Best Picture und Best Director, und prägte damit den gesamten Abend. Schon während der Awards-Season hatte sich das Gefühl aufgebaut, dass hier ein typischer Academy-Film unterwegs ist – groß gedacht, literarisch angelegt, politisch aufgeladen. Lose inspiriert von Thomas Pynchons Roman Vineland erzählt Anderson von Aktivismus, Idealen und deren langsamer Erosion über mehrere Generationen hinweg. Das Ganze ist weniger klassisches Drama als ein weit verzweigtes Ensemble-Narrativ, in dem Figuren, Beziehungen und Machtverschiebungen wichtiger sind als eine saubere Plotlinie. Dass die Academy diesen Film schließlich zum klaren Sieger erklärte, überraschte kaum. Aber die Deutlichkeit des Ergebnisses (sechs Oscars!) hat noch einmal unterstrichen, wie sehr sich Hollywood in diesem Jahr hinter Andersons Projekt versammelt hat.

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Blood & Sinners

Wenn One Battle After Another der dominierende Film der Nacht war, dann wurde Sinners zum vielleicht meistdiskutierten. Ryan Cooglers düsterer Thriller gewann mehrere wichtige Preise, darunter Best Actor, Best Original Screenplay und Best Cinematography. Vor allem Michael B. Jordans Sieg sorgte für Gesprächsstoff. Viele hatten Timothée Chalamet für Marty Supreme vorne gesehen, doch am Ende entschied sich die Academy für Jordans Doppelrolle als Zwillingsbrüder Smoke und Stack. Figuren, die sich durch ein moralisch graues Universum aus Schuld, Gewalt und gesellschaftlichen Strukturen bewegen. Gleichzeitig schrieb der Film auch Branchenhistorie: Kamerafrau Autumn Durald Arkapaw wurde als erste Frau überhaupt mit dem Oscar für die beste Kamera ausgezeichnet. Ein Moment, der im Saal sofort als historisch wahrgenommen wurde und den Film endgültig zu einem der zentralen Gesprächsthemen dieser Oscar-Nacht machte.

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Hamnet
Hamnet

Hamnet

2025

Während viele Oscarfilme laut auftreten, funktioniert Hamnet genau andersherum. Chloé Zhaos Film ist leise, langsam und beinahe meditativ. Erzählt wird die Geschichte von Shakespeares Familie aus der Perspektive seiner Frau Agnes,  und damit aus einer Perspektive, die in klassischen Shakespeare-Erzählungen meist nur am Rand existiert. Im Zentrum steht der Verlust ihres Sohnes Hamnet, ein Ereignis, das später indirekt in Hamlet weiterlebt. Der Film selbst vermeidet große dramatische Gesten und setzt stattdessen auf Atmosphäre, Beobachtung, stille Momente. Genau diese Zurückhaltung machte Jessie Buckleys Performance so eindrucksvoll. Für ihre Darstellung gewann sie den Oscar als beste Hauptdarstellerin und schrieb damit Geschichte als erste Irin, die diesen Preis erhält. Seit der Verleihung wird ihr Auftritt immer wieder als einer der emotionalen Höhepunkte des Abends beschrieben.

Manchmal bringt ein Oscar auch einfach einen Film ins Gespräch, der vorher eher als Kuriosität galt. KPop Demon Hunters gehört genau in diese Kategorie. Der Animationsfilm erzählt von einer K-Pop-Girlgroup, die neben ihrer Karriere als globale Popstars heimlich Dämonen jagt – eine Mischung aus Musikfilm, Fantasy und Action, die zunächst eher nach popkulturellem Experiment klingt als nach klassischem Oscarstoff. Doch genau diese Energie machte den Film so auffällig. Er gewann sowohl den Oscar für den besten Animationsfilm als auch für den besten Song mit Golden. Noch wichtiger war jedoch der symbolische Aspekt: Mehrere beteiligte Künstler wurden zu den ersten Südkoreanern, die Oscars in diesen Kategorien gewannen. Damit wurde der Film zu einem kleinen Marker dafür, wie international die Filmindustrie inzwischen geworden ist.

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Marty Supreme

Dann gibt es die Filme, über die gesprochen wird, weil sie nichts gewonnen haben. Marty Supreme ist genau so ein Fall. Der Film war in zahlreichen Kategorien nominiert – darunter Best Picture, Best Director und Best Actor – und wurde während der gesamten Awards-Season als ernsthafter Kandidat gehandelt. Vor allem Timothée Chalamets Performance als exzentrischer Tischtennis-Champion hatte ihm mehrere Preise eingebracht und galt lange als Favorit für den Oscar als bester Hauptdarsteller. Am Ende passierte jedoch das, was bei den Oscars immer wieder vorkommt: Der Film ging komplett leer aus. Dass sich Chalamet kurz vor der Verleihung abfällig über Kunstformen wie Oper oder Ballett äußerte, tat sein übriges. Gerade diese Leerstelle hat ihn nach der Verleihung zu einem der meistdiskutierten Titel gemacht.

Über diese Liste

Titel

5

Gesamtkosten fürs Ansehen

15,96 €

Gesamtlaufzeit

11h 9min

Genres

Drama, Action & Abenteuer, Mystery & Thriller

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  1. 1 Titel HBO Max
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  3. 1 Titel WOW
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