
Amazon sucht neuen James Bond: Warum dieser Fan-Favorit wohl raus ist
Es ist offiziell: Die Suche nach einem neuen James Bond läuft! Amazon MGM hat offiziell bestätigt, dass Nina Gold für das Casting zuständig ist. Sie hat die Aufgabe, den neuen 007 zu finden. Und ausgerechnet jetzt taucht auch der Name wieder auf, der Bond-Fans seit Jahren nicht loslässt: Idris Elba. Der virale Clip, in dem Drew Barrymore Idris Elba fast schon poetisch erklärt, warum er James Bond sein sollte, lief ursprünglich am 2. September 2022 in LeBron James’ Talkshow The Shop und macht ausgerechnet jetzt wieder die Runde. Barrymore erklärt, dass Idris Elba der perfekte James Bond sei, weil er eine „wunderschöne Mischung“ aus Stärke, Charme und Einschüchterung verkörpere - gleichzeitig aber eine warme, ehrliche Bescheidenheit ausstrahle, die nie arrogant wirke. Elba reagiert sichtbar zwischen echtem Interesse und leichter Genervtheit hin- und hergerissen, als könne er selbst kaum glauben, dass ihn die Bond-Frage noch immer verfolgt. Doch diesmal könnte die Diskussion tatsächlich an ihr Ende kommen.

Denn nach Daniel Craigs Abschied in Keine Zeit zu sterben baut das Studio die Figur von 007 neu auf. Mehrere aktuelle Berichte deuten nun auf einen jüngeren Bond hin, der die Reihe über Jahre tragen soll. Damit wird Elba als Bond-Besetzung nicht weniger faszinierend, aber vermutlich weniger wahrscheinlich.
Fans hatten sich längst für Elba entschieden
Die meisten Bond-Gerüchte halten sich ein paar Wochen. Danach taucht der nächste Kandidat auf und das Spiel beginnt von vorne. Idris Elba war dagegen nie einfach nur ein weiterer Name auf einer Wunschliste. Über Jahre wirkte es fast so, als hätten die Fans längst entschieden, bevor das Studio überhaupt offiziell nach einem neuen Bond suchte. Das lag auch daran, dass Elba genau in dem Moment populär wurde, in dem sich James Bond selbst veränderte. Casino Royale machte aus 007 keinen unantastbaren Gentleman mehr, sondern einen Mann, der blutete, schwitzte und nach einem Kampf aussah, als hätte ihm wirklich jemand wehgetan. Parallel dazu wurde Idris Elba mit Luther zu einem der prägendsten britischen TV-Stars seiner Zeit. Er hatte diese Ruhe, die sofort Autorität ausstrahlte, ohne nach altem Bond-Klischee zu wirken. Und selbst Menschen, die sonst nie über Bond-Castings diskutieren, konnten sich ihn sofort in dieser Rolle vorstellen. Viele Bond-Favoriten fühlten sich an, als hätte man einfach den nächstbesten erfolgreichen Briten ausgesucht - bei Elba hatte die Diskussion mehr Wucht. Irgendwann ging es nicht mehr nur darum, wer nach Craig übernehmen könnte. Idris Elba wurde zur Antwort auf die Frage, wie modern Bond überhaupt noch sein darf.

Die Rolle verfolgt ihn seit über zehn Jahren
Elba taucht jedes Mal sofort wieder auf, sobald irgendwo das Wort „Bond“ fällt. Der Drew-Barrymore-Clip zeigt das gerade ziemlich gut. Barrymore spricht dort genau das aus, was seit Jahren über ihn geschrieben wird: dass er längst wie Bond wirkt. Elba selbst reagiert eher wie jemand, der diese Unterhaltung schon viel zu oft geführt hat. Dabei stellt er selbst die entscheidende Frage: „Glaubt ihr, dass eine gewisse Faszination darin liegt, dass ich der erste schwarze Mann wäre, der diese Rolle spielt?“ Genau dieser Aspekt scheint ihn an der Debatte zu stören.

Das Publikum hat sich über Jahre eine Bond-Version mit Idris Elba vorgestellt, obwohl die Chancen darauf wahrscheinlich immer kleiner wurden. Selbst seine eigenen Aussagen änderten daran wenig. Mal spielte er die Gerüchte herunter, mal wich er Fragen aus, mal klang es so, als hätte ihn das Thema längst ermüdet. Komplett beendet hat er die Diskussion aber nie. Vielleicht hält sie sich auch deshalb so hartnäckig: Bei vielen ehemaligen Bond-Kandidaten gibt es irgendwann einen Moment, in dem das Publikum weiterzieht. Bei Idris Elba passierte das nie wirklich.
Amazons Bond-Pläne könnten nun gegen Elba sprechen
Trotzdem wirkt es im Moment eher unwahrscheinlich, dass Amazon MGM tatsächlich auf Idris Elba setzt. Nicht wegen mangelnder Popularität, sondern wegen der Richtung, in die sich Bond gerade bewegt. Die neue 007-Ära klingt bisher weniger nach einem Übergang und mehr nach einem Neustart. Denis Villeneuve ist als Regisseur bestätigt, Steven Knight schreibt das Drehbuch, Amy Pascal und David Heyman produzieren. Nach Skyfall, Spectre und Keine Zeit zu sterben braucht die Reihe keinen weiteren Nachhall der Craig-Jahre, sondern eine Figur, die wieder von vorne anfangen kann. Deshalb passen auch die Berichte ins Bild, nach denen das Studio eher nach einem jüngeren Bond sucht. Wer jetzt übernimmt, soll 007 vermutlich länger als nur einen Film tragen. Idris Elba wäre dagegen kein frisches Gesicht mehr. Er käme mit einer öffentlichen Bond-Geschichte, die längst vor dem ersten Drehtag geschrieben wäre. Gerade das macht die Idee für viele Fans bis heute so reizvoll. Elba fühlt sich nicht wie ein gescheiterter Kandidat an, sondern wie eine Version von James Bond, die das Kino nie bekommen hat.











































